OGAE Germany Clubtreffen München 2012

Das diesjährige Fanklubtreffen der OGAE Germany war wie gewohnt ein gemütlicher und charmant organisierter Nachmittag/Abend. Und was die Gästeliste anbelangt, eine nostalgische Reise in die 80er bzw. 90er Jahre, wovon die meisten Besucher vermutlich die schönsten, weil ersten Erinnerungen haben. Keiner von den Stars hat diese zerstört, nein im Gegenteil!

Jaques Zegers

Als Erster betrat Jaques Zegers (Belgien 1984) die Bühne. Er trat das erste Mal seit 15 Jahren wieder vor Publikum auf, und präsentierte sich als sympathischer älterer Herr, eine Mischung aus Maurice Chevalier und Charles Aznavour! Er verriet, dass er den Jazz lieben würde, obwohl er durch seinen Auftritt eher mehr das französische Chansons an diesen Abend vertrat! Sein Beitrag von damals, Avanti la vie, war natürlich der gelungene Höhepunkt seines Auftrittes, den man hätte, ihm gerne noch länger zuhören können, da er nach wie vor über eine wunderschöne Stimme verfügt. Und auch wie mühelose er über diese verfügt, war sehr beeindruckend. Beim abschließendem Interview verriet er noch kleine Anekdoten, das er z. B. die Abende in Luxemburg damals PingPong-spielend mit seinem Dirigenten verbringen musste, da ab 21 Uhr alles bereits geschlossen war!

Ami Aspelund

Danach folgte Ami Aspelund (Finnland 1983), doppelt sentimental, da sie seit ihrem ESC-Auftritt das erste Mal wieder in München war! Sie musste sich zu Beginn leider gleich entschuldigen, denn sie war leider tags davor krank gewesen, hätte aber alles getan, um ihren Auftritt nicht absagen zu müssen! Das hörte man ihrer Stimme natürlich stark an, aber uns Fans musste sie nicht mehr erobern, denn unsere Zuneigung gehörte ihr bereits! Sie sang natürlich ihren Eurovision Song Fantasiaa, sowie ein Medley finnischer Eurovision-Beiträge und ein Medley schwedischer, da Ihre Mutter Schwedin wäre. Bei ihrem Bühneninterview verriet sie, das sie nach München 1983 mit Platten, TV Shows und Bühnenstücke sehr beschäftigt war! Ami Aspelund präsentierte sich als eine lustige, ein wenig verschrobene Ex-Diva, deren beste Zeit wohl vorbei ist. Ihr Modegeschmack ist in den 80ern stecken geblieben, aber sie bewies großartigen Humor, denn sie schlug neben der Junior Eurovison einen Senior Eurovision vor, denn dort würde sie gerne wieder mitmachen. Die Krönung war aber ihre augenzwinkernde Aussage, dass es im Raum so heiß wäre, woran das nur liegen möge?

Alexandros Panayi

Der dritte Stargast kam aus Zypern angereist, einem Ort, an dem sich so mancher Besucher des Abends gerne versetzt hätte, angesichts der tiefen Temperaturen die in München herrschten. Alexandros Panayi (Zypern 1995 und 2000) kannten viele der Fans bereits persönlich, den der 41jährige ist bei den Eurovision Song Contests der letzten Jahre immer in irgendeiner Funktion dabei gewesen, und wir alle wussten, dass er selbst ein riesiger Eurovison-Fan ist, aber auch ein Sänger und Komponist mit jeder Faser seines Herzens! Ein richtiger Entertainer mit super Stimme. Er hat als Unterstützung Ekaterina, eine seiner Background Sängerinnen von 1995 und seit damals engste Freundin, mitgebracht und zusammen boten sie eine Show der Extra-Klasse. Da er neben seinen Soloauftritten beim Eurovision Song Contest auch etliche Male als Background dabei war, hatte er ein umfassendes Material uns zu bieten, inklusive seinem Vorausscheidungsbeitrag von 2009, There is love! Eine wunderschöne Ballade, die er wegen der Demenzerkrankung seiner Mutter binnen 10 Minuten geschrieben hatte. Jeder im Saal war fassungslos, dass er damals gegen den Firefly Song verloren hat!

Nadine Beiler

Der letzte Gast des Abends war dann wieder ein jüngerer Jahrgang. Unsere Nadine, auf die wir seit letztem Jahr so stolz sind, weil sie unser Land mit ihrer einfach außergewöhnlich fantastisch kraftvollen Stimme und ihrer so netten Art wieder ins Gedächtnis der Eurovision Familie gebracht hat! Nicht wenige Fans, die uns um eine Künstlerin ihres Kalibers beneiden. In ihrem kurzen schwarzen schulterfreien Cocktailkleid wirkte sie ein bisschen wie ein aufgeregter Teenager. Mit ihrem so liebem Lächeln hat sie alle sofort bezaubert, und nach Düsseldorf fragten sich einmal mehr alle, wo nimmt so ein zierliches Persönchen nur so eine Bombenstimme her? Neben The Secret is Love und I’ve got a voice sang sie auch die Eurovision-Knüller Love shine a light und My number one! Einziger Wermutstropfen, ihr Auftritt war viel zu kurz!!! Zum Abschluss des Abends sangen alle Künstler und anwesende gemeinsam die Eurovision-Hymne Hallelujah.

Abschließend möchte ich dem Team der OGAE-Germany ein dickes Lob aussprechen, sie haben einmal mehr ein sehr schönes Song Contest Treffen auf die Beine gestellt!

Manfred Wally für eurovision-austria.com

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