Austria in Eurovision 1960 – 1969
1960 vertrat Horst Winter unter seinem Künstlernamen Harry Winter Österreich beim Eurovision Song Contest in London. Mit seinem Song Du hast mich so fasziniert, der von dem bekannten Komponisten Robert Stolz geschrieben wurde, erreichte er mit der Startnummer 7 den 7. Platz unter 13 Teilnehmern. Ein Jahr drauf beim Chanson Festival in Monte Carlo gewann er mit dem Song Vogerl aus Wien den ersten Platz.
Beim Eurovision Song Contest 1961 in Cannes zog Österreich die Startnummer 3. Wie sich später herausstellen sollte, war dies keine glückliche Zahl: Der vom Jimmy Makulis gesungene Beitrag Sehnsucht landete gemeinsam mit dem belgischen Beitrag September, gouden roosauf dem letzten Platz. Österreich erhielte in diesem Jahr nur einen Punkt und zwar aus Großbritannien. Der Song wurde von Leopold Andrejewitsch geschrieben.
1962 vertrat Eleonore Schwarz mit der Startnummer 4 Österreich beim Eurovision Song Contest in Luxemburg mit dem operettenartigen Song Nur in der Wiener Luft. Leider bekam sie keine Punkte und landete mit drei weiteren Teilnehmern auf dem letzten Platz. Der von Bruno Uher komponierte, getextete und dirigierte Beitrag handelte von den Schönheiten der österreichischen Hauptstadt. Der Eurovision Beitrag wurde als Single veröffentlicht, hatte aber nur mäßigen Erfolg.
1963 sendete ORF israelische Sängerin Carmela Corren zum Wettbewerb nach London. Unter 16 Teilnehmern erreichte sie mit dem Song Vielleicht geschieht ein Wunder und mit der Startnummer 4 einen akzeptablen 7. Platz. Der Song wurde von Erwin Halletz undPeter Wehle geschrieben. 1965 versuchte Carmela nochmals beim Wettbewerb, diesmal für die Schweiz, teilzunehmen. Sie war bei der Vorausscheidung mit zwei Songs vertreten, konnte sich sich aber nicht gegen Siegerin Yovanna durchsetzen.
Udo Jürgens vertrat 1964 zum ersten Mal Österreich beim Eurovision Song Contest und erhielte für seinen Song Warum nur, warum? nur die Punkte aus Belgien (1), Italien (5) und Spanien. Dies hat denoch mit der Startnummer 6 für den 6. Platz gereicht. Eine Original-Videoaufnahme aus dem Jahr existiert leider nicht. Neben dem Gewinnersong aus Italien, war Udo Jürgens Beitrag ein großer Hit in Europa.
Nach dem tollen Erfolg im Vorjahr, sendete ORF erneut Udo Jürgenszum Eurovision Song Contest nach Neapel. Das Ergebnis lies sich sehen: Mit der Startnummer 6 erreichte Udö Jürgens einen 4. Platz mit 16 Punkte. Die Maximale Punktezahl (5) kamem aus Irland un Portugal. Der Song Sag ihr, ich laß sie grüßen wurde von Udo Jürgens und Frank Bohlen geschrieben.
1966 sendete ORF zum dritten Mal in der Reihenfolge Udo Jürgenszum Wettbewerb. Diesmal mit dem Song Merci Chérie. Endlich gewann Österreich den Wettbewerb mit der Startnummer 9 und mit 31 Punkte. Der Sieg von Udo Jürgens ist bis heute der einzige Sieg Österreichs beim Eurovision Song Contest. Der Song Mercie Chérie wurde von Udo Jürgens komponiert und von Thomas Hörbigergetextet.
1967 vertrat Peter Horton – damals noch unter dem Namen Peter Horten – Österreich beim Eurovision Song Contest mit dem von Kurt Peche und Karin Bognar geschriebenen Song Warum es 100.000 Sterne gibt. Mit Startnummer 3 und mit nur zwei Punkten landete er auf dem 14. Platz unter 17 Teilnehmern. Zudem nahm Peter Horton zweimal an der deutschen Vorausscheidung teil: 1972 scheiterte er an der Vorrunde als Siebtplatzierter, 1975 erreichte er den 11. Platz unter 15 Teilnehmern.
Nachdem Udo Jürgens bereits dreimal als Interpret beim Eurovision Song Contest an den Start ging, hat er nun in 1968 den Song Tausend Fenster komponiert. Der Song wurde von Walter Brandingetextet. Als Sänger holten sie den Tschechen Karel Gott ans Bord. Seine wunderschöne Stimme brachte Österreich allerdings kein besonderes Ergebnis beim Eurovision Song Contest in London: Mit der Startnummer 4 und nur 2 Punkte aus Spaenien erreichte er Platz 13 unter 17 Teilnehmer.
ORF boykottierte den Eurovision Song Contest 1969, der in Madrid stattfand. Man wollte der Diktatur Francos keine Plattform bieten. Nach 1956 war das der zweite Mal, dass Österreich keinen Beitrag zum Wettbewerb entsandte.