Eurovision History 50er

[wptabs mode="horizontal"] [wptabtitle]1956: LUGANO[/wptabtitle] [wptabcontent
]Der erste Eurovision Song Contest fand am 24. Mai 1956 in Lugano, Schweiz mit nur sieben Ländern statt. Jedes Land sendete zwei Songs ins Rennen. Dazu entsandte jedes Land auch zwei Juroren vor Ort, die jeden Song, auch die Beiträge des eigenen Landes, bewerteten. Luxemburg, das keine Juroren vor Ort hatte, bat die schweizer Kollegen um Aushilfe. Beim ersten Eurovision Song Contest wurde nur Gewinner bekannt, alle anderen Platzierungen blieben geheim, die Wertungsbögen wurden vernichtet. Gewonnen hat Lys Assia aus der Schweiz mit dem Song Refrain.
[/wptabcontent] [wptabtitle]TEILNEHMER[/wptabtitle] [wptabcontent
]01. Niederlande: Jetty Pael – De vogels van Holland
02. Schweiz: Lys Assia – Das alte Karussell
03. Belgien: Fud Leclerc – Messieurs les noyés de la Seine
04. Deutschland: Walter Andreas Schwarz – Im Wartesaal zum großen Glück
05. Frankreich: Mathé Altéry – Le temps perdu
06. Luxemburg: Michèle Arnaud – Ne crois pas
07. Italien: Franca Raimondi – Aprite le finestre
08. Niederlande: Corry Brokken – Voorgoed voorbij
09. Schweiz: Lys Assia – Refrain
10. Belgien: Mony Marc – Le plus beau jour de ma vie
11. Deutschland: Freddy Quinn – So geht das jede Nacht
12. Frankreich: Dany Dauberson – Il est là
13. Luxemburg: Michèle Arnaud – Les amants de minuit
14. Italien: Tonina Torrielli – Amami se vuoi
[/wptabcontent] [wptabtitle]GEWINNER[/wptabtitle] [wptabcontent]1956 war Lys Assia (geb. Rosa Mina Schärer) die erste Gewinnerin des Eurovision Song Contests mit dem Song Refrain, für das sie auch eine Goldene Schallplatte erhielt. Im Folgejahr 1957 trat sie wieder an, belegte hier aber den vorletzten Platz. 1958 trat sie erneut an und wurde zweite. Im September 2011 präsentierte sie zusammen mit Ralph Siegel den Beitrag C’était ma vie für die Schweizer Vorausscheidung in Kreuzlingen zum Eurovision Song Contest 2012. Auch im Jahr 2013 will Lys Assia am Eurovision Song Contest in Malmö teilnehmen, sie bewirbt sich gemeinsam mit den 4 Berner Rappern von New Jack mit dem Beitrag All in your head für die Vorausscheidung der Schweiz. Dieser Song stammt ebenfalls von Ralph Siegel.

[/wptabcontent] [/wptabs] [wptabs mode="horizontal"] [wptabtitle]1957: FRANKFURT AM MAIN[/wptabtitle] [wptabcontent
]Der 2. Eurovision Song Contest fand am 3. März 1957 in Deutschland statt, im Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main. Die Schweiz wollte den Wettbewerb nicht ein zweites Mal organisieren. Eine neue Regel wurde eingeführt: Keiner der Songs durfte länger als dreieinhalb Minuten dauern. Der britische Song All blieb mit nicht einmal zwei Minuten deutlich unter dieser Vorgabe, während der italienische Beitrag Corde della mia chitarra mehr als fünf Minuten lang dauerte. Auch die spätere Siegerin Corry Brokken überzog mit dem Song Net als toen rund eine Minute. Trotz kleinerer Proteste wurde kein Beitrag disqualifiziert. Die Wertung wurde grundlegend geändert. In den einzelnen Ländern saßen jeweils 10 Jurymitglieder, die jeweils einen Punkt an ihren Favoriten vergeben durften.
[/wptabcontent] [wptabtitle]PLATZIERUNGEN[/wptabtitle] [wptabcontent
]01. Niederlande: Corry Brokken – Net als toen (31)
02. Frankreich: La belle amour (17)
03. Dänemark: Birthe Wilke & Gustav Winckler – Skibet skal sejle i nat (10)
04. Luxemburg: Danièle Dupré – Tant de peine (8)
04. Deutschland: Margot Hielscher – Telefon, Telefon (8)
06. Italien: Nunzio Gallo – Corde della mia chitarra (7)
07. Großbritannien: Patricia Bredin – All (6)
08. Belgien: Bobbejaan Schoepen – Straatdeuntje (5)
08. Schweiz: Lys Assia – L’enfant que j’étais (5)
10. Österreich: Bob Martin – Wohin kleines Pony? (3)
[/wptabcontent] [wptabtitle]GEWINNER[/wptabtitle] [wptabcontent]Corry Brokken trat erstmals 1956 in Lugano beim ersten Eurovision Song Contest auf. Sie vertrat ihr Heimatland mit dem Song Voorgoed voorbij. Der Song wurde zwar nicht Sieger, aber dennoch ein großer Erfolg, so dass sie im Folgejahr erneut zu dem Wettbewerb, diesmal in Frankfurt am Main, geschickt wurde. Mit dem Chanson Net als toen gewann sie überraschend den ersten Platz. In Hilversum wurde wenig später unter dem Titel Damals war alles so schön eine deutsche Version des Songs mit Margot Eskens aufgenommen. Auch 1958 trat Corry Brokken beim Wettbewerb auf und wurde letzte. Sie ist seitdem die einzige Interpretin, die einen ersten und einen letzten Platz beim Eurovision Song Contest erreichte. 1976 moderierte sie den Eurovision Song Contest in Den Haag.
[/wptabcontent] [/wptabs] [wptabs mode="horizontal"] [wptabtitle]1958: HILVERSUM[/wptabtitle] [wptabcontent
]Der Eurovision Song Contest 1958 fand am 12. März in Hilversum statt. Von nun an sollte sich die Tradition einbürgern, dass der jeweilige Vorjahressieger den Wettbewerb ausrichtet. Die Siegerinnen der beiden Vorjahre nahmen wieder teil. Großbritannien pausierte wegen des schlechten Abschneidens im Vorjahr, Schweden nahm zum ersten Mal am Wettbewerb teil. Italien sendete seinen San-Remo-Sieger, Domenico Modugno mit dem Song Nel blu dipinto di blu. Aufgrund technischer Schwierigkeiten konnte sein Song mit der Startnummer 1 nicht in allen Teilnehmerländern gesehen werden, sodass er den Song am Ende des Starterfelds noch einmal singen durfte. Platz 3 war das Ergebnis. Bei den Zuschauern war Domenico Modugno jedoch der Sieger: Als Volare ging der Song um die Welt und blieb bis heute in unzähligen Versionen der größte kommerzielle Erfolg, den der Eurovision Song Contest je hervorbrachte. An den eigentlichen Sieger André Claveau aus Frankreich erinnert sich heute kaum wer.
[/wptabcontent] [wptabtitle]PLATZIERUNGEN[/wptabtitle] [wptabcontent
]01. Frankreich: André Claveau – Dors mon amour (27)
02. Schweiz: Lys Assia – Giorgio (24)
03. Italien: Domenico Modugno – Nel blu dipinto di blu (13)
04. Schweden: Alice Babs – Lilla stjärna (10)
05. Belgien: Fud Leclerc – Ma petite chatte (8)
05. Österreich: Liane Augustin – Die ganze Welt braucht Liebe (8)
07. Deutschland: Margot Hielscher – Für zwei Groschen Musik (5)
08. Dänemark: Raquel Rastenni – Jeg rev et blad ud af min dagbog (3)
09. Niederlande: Corry Brokken – Heel de wereld (1)
09. Luxemburg: Solange Berry – Un grand amour (1)
[/wptabcontent] [wptabtitle]GEWINNER[/wptabtitle] [wptabcontent]André Claveau erzielte seinen ersten großen Verkaufserfolg 1944 mit dem Song Marjolaine aus dem Album Le Bal de la Victoire. Von diesem Zeitpunkt an stieg Claveau zu einem der beliebtesten französischen Chansonsänger auf und wirkte in zahlreichen Filmen als Schauspieler. Zum Kassenschlager entwickelte sich auch der berühmte Geburtstagssong Bon anniversaire, nos voeux les plus sincères, das er im Jahr 1951 in dem Film Un jour avec vous von Jean-René Legrand sang. Im Jahr 1958 gewann André Claveau mit dem Song Dors mon amour den Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne. Zu seinem Erfolg trugen sein gutes Aussehen, sein natürlicher Charme und vor allem eine volle, samtweiche und gut tragende Stimme bei.
[/wptabcontent] [/wptabs] [wptabs mode="horizontal"] [wptabtitle]1959: CANNES[/wptabtitle] [wptabcontent
]Der Eurovision Song Contest 1959 fand am 11. März im französischen Cannes statt. 11 Länder gingen an den Start. Luxemburg hat pausiert, Großbritannien kam zurück und zum ersten Mal nahm auch Monaco an dem Wettbewerb teil. Nach dem großen Erfolg im Vorjahr sendete Italien Domenico Modugno erneut zum Wettbewerb, diesmal mit dem Song Piove. Der Italiener hat wieder nicht gewonnen, es gab sogar nur ein 6. Platz, kommerziell gesehen, war der Beitrag erneut erfolgreicher als der Gewinnersong. Der kam übrigens aus den Niederlanden, Een beetje gesungen von Teddy Scholten.
[/wptabcontent] [wptabtitle]PLATZIERUNGEN[/wptabtitle] [wptabcontent
]01. Niederlande: Teddy Scholten – Een beetje (21)
02. Großbritannien: Pearl Carr & Teddy Johnson – Sing Little Birdie (16)
03. Frankreich: Jean Philippe – Oui, oui, oui, oui (15)
04. Schweiz: Christa Williams – Irgendwoher (14)
05. Dänemark: Birthe Wilke – Uh, jeg ville ønske jeg var dig (12)
06. Italien: Domenico Modugno – Piove (9)
06. Belgien: Bob Benny – Hou toch van mij (9)
08. Deutschland: Alice und Ellen Kessler – Heute Abend woll’n wir tanzen gehen (5)
09. Schweden: Brita Borg – Augustin (4)
09. Österreich: Ferry Graf – Der k. und k. Kalypso aus Wien (4)
11. Monaco: Jacques Pills – Mon ami Pierrot (1)
[/wptabcontent] [wptabtitle]GEWINNER[/wptabtitle] [wptabcontent]Teddy Scholtens Karriere als Sängerin ging bis in die 1940er Jahre zurück, als sie als Teil des Duos Scholten & Van ’t Zelfde in ihrem Heimatland Erfolg hatte. 1959 nahm sie an der niederländischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teil, bei dem die acht Beiträge von jeweils zwei Künstlern unabhängig voneinander vorgestellt wurden, einmal mit großem und einmal mit kleinem Orchester. Sie stellte jeweils eine Version der Songs De regen und Een beetje vor, wobei ersteres den zweiten Platz und letzteres den ersten Platz erreichte. Eine Jury gab ihr als Interpretin den Vorzug vor John de Mol, der die zweite Version von Een beetje sang. Nach ihrer Teilnahme am Wettbewerb nahm Teddy Scholten noch einige Alben auf, in erster Linie mit Coverversionen bekannter Kinderlieder.
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