AUSTRIA IN EUROVISION (1970 – 1979)

Song: Musik
Musik: Richard Schönherz
Text: Manuel Rigoni
Interpret: Marianne Mendt
Punkte: 66
Platz: 16

Der erste Beitrag in Mundart brachte den Drittletzten Platz

Nachdem Österreich 1969 und 1970 nicht beim Eurovision Song Contest vertreten war, sendete ORF 1971 Marianne Mendt zum Wettbewerb nach Dublin. Die zweijährige Pause brachte keine Verbesserung in Sache Platzierung: Der Song mit der Startnummer 1 Musik erreichte mit 66 Punkte nur den drittletzten Platz von 18 Teilnehmer. Der Song wurde von Richard Schönherz und Manuel Rigoni geschrieben.

Punkte für Österreich

07 Deutschland
06 Irland, Italien
05 Monaco, Norwegen, Portugal
04 Schweden, Jugoslawien
03 Belgien, Finnland, Frankreich, Malta, Niederlande, Großbritannien
02 Luxemburg, Spanien, Schweiz

Marianne Mendt hat in Ihrer Karriere einige Schallplatten veröffentlicht, ist aber auch eine erfolgreiche Schauspielerin. Ganz gut in Erinnerung blieb ihre Rolle in der TV-Serie „Kaisermühlen Blues“, die mit 65 Folgen zwischen 1992 und 2000 in ORF ausgestrahlt wurde.

Song: Falter im Wind
Musik: Richard Schönherz, Manuel Rigoni
Text: Heinz Rudolf Unger
Interpret: Milestones
Punkte: 100
Platz: 5

Platz 5 für Milestones beim Eurovision Song Contest in Edinburgh

In 1972 sendete ORF die Band Milestones zum Eurovision Song Contest nah Edinburgh. Mit der Startnummer 11 erreichte die Band seit dem Sieg von Udo Jürgens eine der besten österreichischen Platzierungen beim Eurovision Song Contest. Ihr Song Falter im Wind bekam insgesamt 100 Punkte und erreichte damit den 5. Platz unter 18 Teilnehmer. Der Song wurde von Richard Schönherz, Manuel Rigoni und Heinz Rudolf Unger geschrieben.

Punkte für Österreich

10 Schweden
09 Niederlande
08 Jugoslawien
07 Schweiz
06 Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Spanien
05 Luxemburg, Malta, Monaco, Norwegen, Portugal
04 Belgien, Finnland
03 Großbritannien

Die Band Milestones wurde 1968 gegründet und hatte im Laufe der Karriere mehrere Umbesetzungen gehabt. Die Besetzung beim Eurovision Song Contest 1972 in Edinburgh waren Beatrix Neundlinger, Günther Grosslercher, Christian Kolonovits und Norbert Niedermayer.

Song: My Little World
Musik: Gerhard Heinz
Text: Gerhard Heinz
Interpret: Waterloo & Robinson
Punkte: 80
Platz: 5

Ein weiterer Platz 5 für Österreich in Den Haag

Nachdem ORF eine dreijährige Pause von 1973 bis 1975 beim Eurovision Song Contest aus Desinteresse absolvierte, hat man dann entschieden 1976 wieder einen Beitrag ins Wettbewerb zu schicken. Die Entscheidung war die Richtige: Waterloo & Robinson erreichten, wie ihre Vorgänger Milestones, einen weiteren 5. Platz für Österreich. Der Song My Little World, zu dem es auch eine deutsche Version Meine kleine Welt gab, wurde von Gerhard Heinz geschrieben.

Punkte für Österreich

10 Deutschland, Irland, Israel
08 Spanien
07 Niederlande
06 Griechenland
05 Finnland, Luxemburg, Monaco
04 Großbritannien
03 Belgien, Schweiz
02 Norwegen, Jugoslawien

Nach einer langjährigen Trennung, die aus persönlichen Gründen entstand, meldeten sich Waterloo & Robinson 2004 für die nationale Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest an. Dort erreichten sie mit dem Song You Can Change the World den zweiten Platz, hinter dem Gewinner Tie Break.

Song: Boom Boom Boomerang
Musik: Schuri Herrnstadt, Herbert Zöchling-Tampier, Willi Resetarits
Text: Lukas Resetarits
Interpret: Schmetterlinge
Punkte: 11
Platz: 17

Tiefer Flug für Schmetterlinge in London

1977 vertraten die Schmetterlinge Österreich beim Grand Prix Eurovision de la Chanson, mit dem Song Boom Boom Boomerang. Der Song, getextet von Lukas Resetarits und gedacht als satirische Kritik an der Plattenindustrie, erreichte mit 11 Punkten (5 aus Monaco, 3 aus Griechenland, 2 aus Norwegen und einen aus Finnland) den vorletzten Platz.

Die Schmetterlinge wurden 1969 in Wien gegründet, erlebten wie die Band Milestones, einige Umbesetzungen. Die letzte bekannte Besetzung waren Georg Herrnstadt, Erich Meixner, Herbert Zöchling-Tampie und Beatrix Neundlinger, die auch 1972 mit der Band Milestones beim Eurovision Song Contest mit dabei war.

Song: Mrs. Caroline Robinson
Musik: Walter Markel, Gerhard Markel
Text: Norbert Niedermayer, Gerhard Markel, Walter Markel
Interpret: Springtime
Punkte: 14
Platz: 15

Platz 15 für Springtime beim Eurovision Song Contest in Paris

Österreich wurde 1978 in Paris durch die Band Springtime beim Eurovision Song Contest vertreten. Springtime waren Norbert Niedermayer, Walter Markel, Gerhard Markel und Erwin Broswimmer. Norbert Niedermayer hatte bereits Eurovision Song Contest Erfahrung: 1972 vertrat er Österreich bereits als Mitglied der Gruppe Milestones.

Die sämtlichen Hits der Band Springtime – Jingle Me, Jingle You, Mr. Captain und Mrs. Caroline Robinson – landeten in der Hitparade ganz oben. Mit dem Song Mrs. Caroline Robinson erzielte die Band beim Eurovision Song Contest den 15. Platz von 20 Teilnehmer. Kurz nach der Teilnahme am Eurovision Song Contest löste sich die Gruppe auf.

Punkte für Österreich

05 Schweden
03 Portugal, Türkei
02 Dänemark
01 Deutschland

Song: Heute in Jerusalem
Musik: Josef Dermoser
Text: André Heller
Interpret: Christina Simon
Punkte: 5
Platz: 18

Christina Simon erlebte ein Flop beim Eurovision Song Contest, war doch als Text-Autorin weltweit erfolgreich

1979 wurde Christina Simon intern vom ORF ausgewählt, Österreich beim Eurovision Song Contest 1979 in Jerusalem zu vertreten, mit dem Song Heute in Jerusalem. Beim Wettbewerb selbst hatte sie keinen Erfolg, mit fünf Punkten – vier aus Italien und einem aus Großbritannien – landete sie zusammen mit der belgischen Vertreterin auf dem letzten Platz unter 19 Teilnehmern. Der Song wurde auf deutsch und englisch (als Jerusalem) als Single veröffentlicht, konnte sich aber nicht in den Hitparaden platzieren.

Interessant: In ganz Europa waren über 1000 Songs für den Song Contest eingereicht, die in den Namen das Wort „Jerusalem“ beinhalteten. Nur Österreich sendete tatsächlich so einen Beitrag ins Rennen.

Christina Ganahl, eigentlich Ina Wolf, war Mitte der 1970er Jahre unter dem Namen Christina Simon Teil der neuen, jungen, österreichischen Musikszene in Wien. 1977 zog sie mit ihrem späteren Partner, dem Wiener Musiker Peter Wolf, in die USA, kehrte für Gastspiele mehrmals nach Wien und Berlin zurück, wo sie in den Musicals „Jesus Christ Superstar“ und „Mayflower“ mitwirkte, wie auch am Wiener Burgtheater in „Mandragora“.

Als Text-Autorin hat Ina Wolf mit den Künstlern Chicago, Kenny Loggins, Paul Young, Sérgio Mendes, Lou Gramm (Foreigner), Natalie Cole, Pointer Sisters oder Nik Kershaw erfolgreich zusammengearbeitet. Ihren größten Erfolg als Songschreiberin hatte sie mit dem Starship-Hit Sara, der weltweit erfolgreich war und in den USA Platz eins der Charts erreichte.