AUSTRIA IN EUROVISION (2000 – 2009)

Songs: All To You
Musik: Dave Moskin
Text: Dave Moskin
Interpret: The Rounder Gilrs
Punkte: 34
Platz: 14

Tolle Stimmen reichten nur für einen 14. Platz in Stockholm

Am Beginn des neuen Jahrhundert wählte ORF intern den Damentrio The Rounder Girls Österreich beim Eurovision Song Contest in Stockholm zu vertreten. The Rounder Girls haben beim Wettbewerb die perfekte Startnummer gezogen – die Letzte (24). The Rounder Gilrs, obwohl sichtbar nervös, machten ihren Job sehr gut, landeten aber nur auf dem 14. Platz. Dennoch durfte Österreich Aufgrund Platzierungen der letzten fünf Jahre, nicht im Folgejahr in Kopenhagen antreten. Der Song für The Rounder Girls All To You wurde vom Dave Moskin geschrieben, der auch im Vorjahr den Song für Bobbie Singer schrieb.

Punkte für Österreich

08 Spanien
05 Lettland
04 Schweiz, Türkei
03 Finnland, Island
02 Deutschland, Irland, Malta
01 Großbritannien

Das Vokal-Trio The Rounder Girls begeistert nun seit 1993 sein Publikum in ganz Europa. Mit ihrer elektrisierenden Stimmkraft und souveränen Bühnenpräsenz bildeten Tini Kainrath, Kim Cooper und Lynne Kieran eine unvergleichliche Einheit aus leidenschaftlicher Musikalität, stilsicherer Eleganz und umwerfendem Spaß. Ihr Repertoire umfasste Soul, Blues & Gospel, ob mit Klavierbegleitung oder mit Band, immer ein Vergnügen. Lynne Kieran starb am 8. Dezember 2013 in ihrer Wiener Wohnung im Alter von 53.

Song: Say A Word
Musik: Alexander Kahr
Text: Robert Pfluger
Interpret: Manuel Ortega
Punkte: 26
Platz: 18

Manuel Ortega auf Platz 18 in Tallinn

Nachdem ORF ein Jahr auf Grund schlechten Platzierungen aussetzten musste, war Österreich 2002 in Tallinn wieder beim Eurovision Song Contest dabei. Der Teilnehmer Österreichs Manuel Ortega wurde als Gewinner der nationalen Vorausscheidung „Song Null Zwei“, mit dem Song Say A Word, zum Wettbewerb geschickt. Der Song kam in der Halle relativ gut an, es gab sogar einmal 12 Punkte aus der Türkei, die halfen aber nicht viel. Das Endergebnis war ein 18. Platz unter 24 Teilnehmer. Zudem gab es viele Vorwürfe, dass der Song zu stark an All Right Now von Andy Fraser erinnerte.

Punkte für Österreich

12 Türkei
07 Schweiz
05 Belgien
01 Zypern, Russland

1997 nahm Manuel Ortega am größten Boygroup-Casting Österreichs teil und überzeugte die dortige Fachjury, sodass sie ihn aus 1800 Bewerbern zum Leadsänger der Boygroup Whatz up machten. Nach drei Jahren, zwei Singles und einem Album wurde die Band aufgelöst, und Manuel Ortega begann an seiner Solokarriere zu arbeiten.

2001 veröffentlichte Manuel Ortega seine erste Single mit dem Titel El amor la vida, die noch im selben Jahr zur meistgespielten Single des Landes wurde.

Ein Jahr nach seiner ESC-Teilnahme wurde Manuel Ortega 2013 mit dem Amadeus Austrian Music Award als Newcomer des Jahres ausgezeichnet und war im selben Jahr mit Say A Word für die Single des Jahres national nominiert.

Nationale Vorausscheidung (1. März 2002)

Die nationale Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest 2002 fand am 1. März in ORF-Zentrum statt und wurde von Andi Knoll moderiert. Es nahmen 10 Kandidaten teil. Der Gewinner wurde per SMS und einer Internetjury (im Vorfeld gab es einen Quiz, dessen Gewinner die Internetjury bildeten) gewählt.

01. Manuel Ortega – Say A Word – 10
02. Stermann & Grissemann – Das schönste Ding der Welt – 9
03. Bluatschink – Bluama in da Scherba – 8
03. Loud9 – Won‘t forget tonight – 8
05. Anik Kadinski – Be somebody be someone – 6
06. Ela – Love can change your heart – 3
07. i:levenless7 – SMS4Love – 1
08. The Shepherds – On a day in June – 0
08. Hartmann – Supadupa – 0
08. Kubilay Bas – Güle Güle – 0

Song: Weil der Mensch zählt
Musik: Alf Poier
Text: Alf Poier
Interpret: Alf Poier
Punkte: 101
Platz: 6

Der unerwartete Platz 6 in Riga für Alf Poier

Der Kabarettist Alf Poier, der selber Musik und Text für den Song Weil der Mensch zählt schrieb, war der eindeutige Sieger der nationalen Vorausscheidung „Song Null Drei“, und verursachte damit einige Turbulenzen hier zu Lande. Mit der Startnummer zwei und 101 Punkte erreichte er dann aber beim Eurovision Song Contest in Riga den 6. Platz unter 26 Teilnehmer, und wurde als Held in Österreich gefeiert. Dieser 6. Platz blieb 11 Jahre lang das beste Ergebnis Österreichs beim Eurovision Song Contest.

Punkte für Österreich

10 Island, Portugal
08 Norwegen, Spanien, Niederlande, Großbritannien
07 Slowenien
06 Estland, Schweden, Türkei
05 Bosnien & Herzegowina, Kroatien
04 Zypern, Lettland
02 Belgien, Deutschland, Griechenland

Aus Irland hätten es 12 Punkte sein sollen, denn Alf Poier gewann das dortige Televoting. Wegen technischer Probleme musste Irland jedoch auf die Ergebnisse einer Backup-Jury zurückgreifen, in dem Österreich keine Punkte erhielt.

Nationale Vorausscheidung (14. März 2003)

Die nationale Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest 2003 fand am 14. März in ORF-Zentrum statt und wurde von Gabriela Dorschner & Gerry Friedle (DJ Ötzi) moderiert. Der Gewinner wurde per SMS & Televoting gewählt, wobei die Ergebnisse auf männliche und weibliche Anrufer aufgeteilt wurden.

01. Alf Poier – Weil der Mensch zählt – 20
02. Petra Frey – This night should never end – 18
03. J.O.B. – All fingers and thumbs – 16
04. Sabine Neibersch – Dreaming of you – 13
04. Aalysha – Daydream – 13
06. Xtraordinary – Separate ways – 9
06. Patricia – Don’t wanna be – 9
08. Eyeland – We will survive – 5
09. Kostrouch – Frei sein – 4
10. Substitute – Girls of summer – 3

Song: Du bist
Musik: Peter Zimmermann
Text: Peter Zimmermann
Interpret: Tie Break
Punkte: 9
Platz: 21

Du bist gut für 21. Platz

Als Gewinner der nationalen Vorausscheidung „Song Null Vier“ durfte die Band Tie Break Österreich in Istanbul vertreten. Dass die Band keine gute Platzierung mit dem Song Du bist, erreichen wird, war im Vorfeld des Wettbewerbs voraussehbar – der Song war einfach nicht mehr Zeitgemäß. Tie Break (Stefan die Bernardo, Thomas Elzenbaumer, Tommy Pelgram) erreichte nur den 21. Platz von 24 Teilnehmern im Finale. Die Ballade Du bist, welche aus dem Federn des Innsbrucker Bäckers Peter Zimmermann stammte, kam nicht gut an, und erhielte nur 9 Punkte (5 aus Griechenland und 4 aus Frankreich). Die Band Tie Break gibt es nicht mehr.

Nationale Vorausscheidung (5. März 2004)

Die nationale Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest 2004 fand am 5. März in ORF-Zentrum statt und wurde von Boris Urban & Oliver Auspitz moderiert. Der Gewinner wurde per Televoting ermittelt.

01. Tie Break – Du bist – 82203 (32%)
02. Waterloo & Robinson – You can change the world – 54901 (21%)
03. Ide – Link love – 26917 (10%)
04. 5 in Love – Rich white man – 26490 (10%)
05. Rob Davis – Good to see you! – 22389 (8%)
06. Daniel Djuric – Millionaire – 20934 (8%)
07. Zabine – Shine on – 13840 (5%)
08. Elnaz – Hold me – 8974 (3%)
09. Andre Leherb – Sexuality – 5119 (2%)
10. Mizan – My Istanbul – 2776 (1%)

Song: Y Àsi
Musik: Edi Köhldorfer
Text: Christof Spörk
Interpret: Global Kryner
Punkte: 30
Platz: 21 (Semifinale)

Und so (Y Ási) wurde der 21. Platz im Semifinale in Kiew

Nach dem schlechten Abschneiden im Vorjahr musste Österreich 2005 in Kiew zunächst in das Semifinale. Dort zog Österreich die Startnummer, der ORF hoffte auf eine Qualifikation ins Finale. Um das zu erreichen, mussten Global Kryner mit dem Song Y Ási einen Platz unter die ersten 10 erreichen. Das schafften sie jedoch nicht; mit dem 21. Platz im Semifinale beendeten Global Kryner die ESC-Teilnahme in Kiew.

Punkte für Österreich

10 Slowenien
07 Andorra
06 Schweiz
05 Albanien
01 Deutschland, Griechenland

Die Global Kryner (Christof Spörk, Martin Temmel, Anton Sauprügl, Edi Köhldorfer, Markus Pechmann und Sabine Stieger) ordnen ihren Stil weder dem volkstümlichen Schlager noch der Popmusik zu. Die Kompositionen zeichnen sich durch Jazzharmonien, wechselnde Taktarten, Rhythmen und Tempi aus. Allgemein ist die Musik im soulig-jazzigen Bereich angesiedelt. Auffällig ist, dass kein Schlagzeug eingesetzt wird und dass der „Drive“ von Bassposaune, Gitarre und Akkordeon kommt.

Nationale Vorausscheidung (25. Februar 2005)

Die nationale Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest fand am 25. Februar in ORF-Zentrum statt und wurde von Mirjam Weichselbraun & Christian Clerici moderiert. Es traten fünf Kandidaten mit jeweils zwei Songs an. Der Gewinner wurde durch regionales und mobiles Televoting gewählt.

01. Global Kryner – Y Ási – 102
02. Alf Poier – Good old Europe is dying – 98
03. Mystic Alpin – One world – 74
04. Mystic Alpin – Back home – 73
05. Global Kryner – Dreaming – 54
06. Marque – Who you are – 53
07. Alf Poier – Hotel, Hotel – 51
08. Marque – In the universe – 34
09. Jade Davis – Just like that – 22
10. Jade Davis – Perfect world – 19

Song: Get A Life-Get A Live
Musik: Greg Usek
Text: Austin Howard
Interpret: Eric Papilaya
Punkte: 4
Platz: 27 (Semifinale)

Das war´s, wir hauen von der ESC-Bühne ab!

Nach zwei Jahre schlechter Ergebnisse zog sich ORF 2006 vom Eurovision Song Contest zurück. 2007 beschloss man dann doch ein weiteres mal am Wettbewerb teilzunehmen. So wurde Eric Papilaya , der 2005 einer der Teilnehmer an der dritten Staffel von Starmania war,  intern gewählt, Österreich in Helsinki zu vertreten. Der Song offizieller Life Ball Song Get A Life-Get A Live wurde von Greg Usek & Austin Howard ursprünglich für die Sängerin Anastacia geschrieben, sie lehnte es jedoch ab.

Beim Eurovision Song Contest in Helsinki rechnete man zumindest mit der Qualifikation ins Finale. Da aber der musikalische und optische Inhalt einfach nicht miteinander passten, belegte Österreich, mit nur 4 Punkten aus der Schweiz (3) und Andorra (1), den vorletzten Platz im Semifinale, und schied somit aus dem Wettbewerb aus.

Aufgrund der schlechten Platzierungen der letzten Jahre zog sich ORF für die nächsten drei Ausgaben 2008, 2009 und 2010 vom Wettbewerb zurück.