Wilfried Scheuz, der österreichische Eurovision Song Contest Teilnehmer 1988 ist am Sonntag im Alter von 67 Jahren seinem Krebsleiden erlegen.

Wilfried Scheuz wurde am 24. Juni 1950 in Bad Goisern (Oberösterreich) geboren und zählt zu den Begründern des Austropop. Mit 23 wurde er durch Hits wie Ziwui Ziwui dem österreichischen Publikum bekannt.

1988 in Dublin vertrat Willfried Österreich beim Eurovision Song Contest. Mit seinem Song Lisa, Mona Lisa belegte er ohne Punkte den letzten Platz. „Da haben mich alle – auch die Leute, mit denen ich am besten befreundet war – wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Das hat mich dann dazu bewogen, mich mit mir auseinanderzusetzen.“, so er über seine ESC-Niederlage.

Gemeinsam mit seiner Frau Marina Tatic gründete Wilfried in seiner Wahlheimat Pressbaum die Vereinsmeierei, einen Kulturverein mit Kulinarik. Mit seiner Krebserkrankung ging er von Anfang an öffentlich um und er hatte bis zum Schluss nicht den Mut verloren. „Mich macht glücklich, wie herzlich die Leute jetzt in der Katastrophe mit mir umgehen, in der ich mich befinde – und es ist eine Katastrophe, man braucht sie nicht wegreden. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich versuche aus dem, was mir im Moment widerfährt, das Positive zu ziehen“, so Wilfried in seinem letzten Interview mit noe.ORF.at. Am Sonntag starb er am späten Nachmittag im Alter von 67 Jahren im Krankenhaus Lilienfeld.