© Jonathan Brincat (Malta)
© Jo Duck (Australien)
© Giorgi Tsaava (Georgien)

Auf dem Weg nach Tel Aviv mit …

Heute werfen wir den Blick auf die nächsten vier Länder im sechsten Teil unserer Reihe „Auf dem Weg nach Tel Aviv“. Das sind Georgien, Malta, Australien und Litauen. Das Eurovision Austria Team hat wie gewohnt das jeweilige Song mit einer Note zwischen 1 und 10 bewertet (1 ist Flop, 10 ist Top) und kommentiert. Nun legen wir los!

Georgien: Oto Nemsadze – Keep On Going

Markus (2 Punkte)
Toll finde ich dass Oto aus Georgien in der Landessprache singt. Das war´s leider auch schon für mich. Spricht man überhaupt nicht an.

Daniel (2 Punkte)
Hilfe, was singt der da? Wenn ich Oto Nemsadze höre, möchte ich mich am liebsten hinterm Sofa verstecken. Er könnte ja aus dem Fernseher herausspringen und mich am Kragen packen. Aber jetzt mal Scherz beiseite. Keep On Going ist nichts, was ich wohl gerne auf der Eurovision-Playlist freiwillig anhören würde. Zu protzig und aggressiv kommt mir das daher.

Tjabe (2 Punkte)
Da wird eine ellenlange Castingshow abgehalten und am Ende bleibt ein sicherlich guter Sänger übrig, der aber ein Lied singen muss, welches nicht so schnell zugänglich ist und dadurch in Vergessenheit geraten könnte. Georgien hatte auch schon bessere Zeiten.

Salman (2 Punkte)
Georgien hat ja öfters spezielle Beiträge, aber mit diesem Song kann ich gar nichts anfangen. Das Lied fängt noch vielversprechend an aber endet dann in einem reinen Geschreie. Ich denke auch kaum, dass es sich für das Finale qualifizieren wird. Naja wenigstens hat man dadurch im 1.Halbfinale Zeit für eine Toilettenpause.

Marc (2 Punkte)
Einen extra Punkt gibt es für die tolle rauchige Stimme von Oto. Keep on going klingt mir jedoch zu martialisch, furchteinflössend und aggressiv. Dieser Beitrag wird vermutlich einige Zuschauer verschrecken.

Manfred (4 Punkte)
Der wohl anspruchsvollste Beitrag des Jahres. Ich bin der Meinung, dass jedes Jahr mindestens ein Song dieser Art vertreten sein sollte. Da es Künstler gibt, die mit ihrer Musik auch eine Message transportieren möchten, jenseits von Partysongs und Happysound. Natürlich wird es Oto schwer haben ins Finale einzuziehen.

Sascha (2 Punkte)
Georgien benutzt häufig eigene Wege, um sich beim ESC zu präsentieren. Die Songs, vor allem die in der Muttersprache, werden oft missverstanden. So geht es mir leider auch. Ich kann mich mit diesem Sound einfach nicht anfreunden. Ich hab´s versucht – ehrlich!

Malta: Michela – Chameleon

Markus (5 Punkte)
X-Factor als Vorentscheidung auch mal eine Idee :) Aber Chameleon hört sich für mich nach einem typischen Schweden Vorentscheidungstrack, der in der ersten Runde raussgewählt wurde, an. Malta gibt mir in den letzten Jahren das Gefühl zu penetrant einen Hit landen zu wollen, mit allerdings mit nur mittelmäßigem Durchschnitt. Mehr finde ich diesen Beitrag auch nicht.

Daniel (5 Punkte)
Schon wieder Fuego! Ach nein, DAS Lied heißt Chameleon. Und so vielseitig ist es auch. Es wildert in verschiedenen Genres, die hier aber schön zusammengefügt werden. Die arabischen Klänge gefallen mir. Mitklatsch-Potenzial hat der Song auch. Vor zwei Jahren wäre Chameleon sicher in den Top 10 gelandet.

Tjabe (6 Punkte)
Wenn alles nicht hilft, dann muss eine Casting Show herhalten. Einige Länder machen daraus Erfolge, andere bleiben auf der Strecke. Malta hat es wenigstens geschafft, seiner Sängerin ein schwungvolles Lied zu geben. Es macht gute Laune und ist ein schöner Farbtupfer im zweiten Halbfinale.

Salman (7 Punkte)
Malta setzt genauso wie Zypern und Schweiz in diesem Jahr auf einen Beitrag im Stil von Fuego. Dass Michela Pace gut singen kann hat sie durch ihren Sieg im maltesischen X-Factor bewiesen. Nun muss sie nur noch tanzen können. Vieles wird von ihrer Bühnenperformance abhängen, aber dennoch sehe ich in diesem Jahr Malta klar im Finale.

Marc (7 Punkte)
Malta ließ sich lange Zeit bis zur Song-Präsentation und überraschte dann positiv: zeitgemässer Song mit toller Bridge und unerwartetem Refrain. Die krassen Rhythmus-Wechsel sind das Salz in der Suppe.

Manfred (2 Punkte)
Ich kann mir nicht helfen aber der Beitrag Maltas zählt für mich zu den Farb- und belanglosesten Beiträgen des Jahres. Für mich nichts Neues, nicht Cooles und nichts Überraschendes.

Sascha (7 Punkte)
Ich mag den Song aus Malta. Der Text ist zwar völlig belanglos, aber darauf kam es ja nie beim ESC an. Chameleon hat eine erfrischende Melodie, macht gute Laune und das reicht mir schon. – Chame Chameleon, ja la la la …

Australien: Kate Miller-Heidke – Zero Gravity

Markus (4 Punkte)
Da macht Australien das erste Jahr eine Vorentscheidung und dann kommt so ein Beitrag heraus. Jeder wie er will :). Ist es Trash oder wirklich erst gemeint . Schwer einzuschätzen was da vom anderen Kontinent kommt. Es sind keine zeeeeerrrooooo points aber nicht weit weg davon.

Daniel (1 Punkt)
Ich liebe Crossover von Klassik und Pop. Bei Zero Gravity ist mir nur alles zu dick aufgetragen. Das Elena Nechayeva-Gedächtniskleid und die Akrobatik lenken doch viel zu viel von der Musik ab. Dass es hier um das Überwinden von Depressionen geht, verstehe ich beim ersten Hören auch nicht. Zero Gravity lässt mich verstört zurück.

Tjabe (4 Punkte)
Man merkt, dass die Australier schon seit über 30 Jahren zuschauen. Der Beitrag hat sich wirklich gut in der Schatzkiste der Eurovision bedient. Ein bisschen Aliona Moon (Moldawien 2013), ein bisschen Krassimir Avramov (Bulgarien 2009), etwas Malena Ernman ohne Schulstreik (Schweden 2009), etwas Petr Elfimov (Weißrussland 2009), eine Prise Jonatan Cerrada (Frankreich 2004) und Verka Serduchka (Ukraine 2007). Ob diese brisante Mischung nach so starken Beiträgen wie von Guy Sebastian und Dami Im weiß zu überzeugen, ist zu bezweifeln. Hoffentlich ist die Halle hoch genug.

Salman (8 Punkte)
Am Anfang fand ich den Beitrag sehr schräg. Mittlerweile ist es mein Guilty Pleasure. Das „zeeero graaaaavity“ setzt sich im Kopf fest und will einfach nicht wieder weg. Die Bühnenperformance in der australischen Vorentscheidung war sehr albern, aber die australische Delegation hat versichert, dass sie das Staging für Tel Aviv signifikant ändern wird. Ich bin guter Dinge!

Marc (7 Punkte)
Pop-Opera ist normalerweise nicht gerade mein Lieblings-Genre beim ESC. Dieses Werk geht jedoch auch ein wenig in eine alternative Richtung und hat einen hohen Entertainment-Faktor. Die Inszenierung von Zero Gravity beim australischen Finale war pompös und bombastisch.

Manfred (2 Punkte)
Was bei Estland 2018 noch sehr gut funktioniert hat, finde ich geht hier vollkommen in die Hosen. Ich sehe hier kein System, weden in der Melodie noch in dem künstlerischem Ausdruck von Kate Miller-Heidke.

Sascha (3 Punkte)
Ich habe irgendwo gelesen, dass Australien plant in Tel Aviv einen ganz anderen Auftritt zu inszenieren. BITTE DARUM!!!!!! Das hier ist einfach furchtbar! Wobei es sicherlich einige bekloppte geben wird, die diesen Kitsch mögen. Ich mag es nicht! Zum Song selbst, na ja, auch nicht gerade der Knaller. 3 Punkte sind absolutes Maximum.

Litauen: Jurij Veklenko – Run With The Lions

Markus (3 Punkte)
Jurij beginnt relativ männlich. Aber nach 30 Sekunden der Wechsel zu dieser emotionslosen Kopfstimme lässt mich die restlichen 2:30 einfach nur überlegen ob der Löwe ihn irgendwo schmerzhaft hingebissen hat oder er der Stiefbruder des rumänischen Interpreten von 2013 sein mag. Iiiiiiiits myyyyy liiiiiife.

Daniel (4 Punkte)
Jurij Vaklenko ist schon recht nett anzuschauen. Aber warum sollte ich Löwen hinterherlaufen? Bei Run with the Lions ist es so, dass ich das Lied nicht auf Anhieb spüren kann. Weder bei seiner Live-Performance noch im Musikvideo. Wenn ich es im Hintergrund laufen lassen würde, dann stört der Song zumindest nicht. Das ist aber beim Song Contest leider kein gutes Zeichen und macht Litauen für mich heuer zum sicheren Nicht-Qualifikanten.

Tjabe (5 Punkte)
Die Liedzeile hält nicht das, was sie verspricht. Dafür ist das ganze Lied doch zu brav. Aber vielleicht zaubern die Litauer ja noch eine große Bühnenshow aus dem Hut, wobei das sehr intime Setting von 2018 sich angenehm von der Konkurrenz abhob.

Salman (3 Punkte)
Wie Jurij die litauische Vorentscheidung gewonnen hat ist mir immer noch ein Rätsel. Monika Marija war die große Favoriten mit zwei tollen Liedern. Jurij hat zwar Ausstrahlung, aber sein Lied ist recht langweilig. Da kann er noch so viel mit seinen Löwen rennen für das Finale wird es kaum reichen.

Marc (4 Punkte)
Jurij offeriert uns einen sehr soliden Popsong. Herausstechend ist seine Kopfstimme. Beim Hören mag ich Run with the Lions ganz gerne, habe den Song nur leider danach genauso schnell wieder vergessen. Leider in der Summe etwas zu fad und unauffällig.

Manfred (8 Punkte)
Gehört zu meiner Lieblingssongs, den ich mir sicherlich auch nach dem ESC öfters anhören werde. Ich finde ihn einfach gut, obwohl es mir schwer fällt zu beschreiben wieso. Manchmal funktioniert Musik ohne große Erklärung.

Sascha (7 Punkte)
Ich mag den Song aus Litauen. Dieser stört nicht, hat eine nette Melodie und Jurij ist ein gut aussehender Kerl. Küssen soll er auch können! Was, wie??!! Habt ihr schon vergessen, oder nie gewusst?! Man möge den Auftritt Litauens 2015 in Wien hier anschauen – die Minute 1:34, links im Bild der zweite Herr. Genau Der ist unser Jurij! :)) … Alles in Allem, für das Gesamtpaket, heute und damals, bekommt er von mir 7 Punkte.

Zwischenstand

# ESC 2019 Markus Daniel Tjabe Salman Marc Manfred Sascha Total
1 Schweiz 10 8 10 8 10 6 8 60
2 Schweden 8 7 7 10 10 7 7 56
3 Tschechien 6 9 7 9 6 7 7 51
4 Dänemark 9 7 7 6 7 8 3 47
5 Israel 10 6 5 6 5 10 4 46
6 Frankreich 8 7 2 8 7 5 7 44
7 Polen 2 7 6 6 5 9 8 43
8 Armenien 7 6 6 3 6 8 7 43
9 Slowenien 8 8 6 1 5 7 7 42
10 Irland 8 3 6 6 5 8 6 42
11 Zypern 4 7 7 7 7 5 5 42
12 Serbien 7 4 7 7 3 6 5 39
13 Malta 5 5 6 7 7 2 7 39
14 Ungarn 7 5 6 5 4 5 7 39
15 Österreich 9 5 6 4 6 4 3 37
16 Belgien 1 4 8 7 6 4 6 36
17 Lettland 7 10 5 3 3 3 4 35
18 Kroatien 6 7 6 3 5 5 3 35
19 Litauen 3 4 5 3 4 8 7 34
20 Rumänien 4 4 5 6 4 2 5 30
21 Australien 4 1 4 8 7 2 3 29
22 Moldau 6 3 4 5 4 4 3 29
23 Weißrussland 2 1 3 7 4 2 5 24
24 Montenegro 3 5 4 5 2 4 1 24
25 Finnland 5 2 3 3 5 3 3 24
26 Deutschland 2 2 3 5 5 4 1 22
27 Georgien 2 2 2 2 2 4 2 16

 

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