Tatort Stadthalle Ybbs, als Abschlusskonzert der diesjährigen 31. Ybbsiade unsere Song Contest Helden Conchita und Cesar Sampson gemeinsam unter dem Titel „Stimmen der Welt“!

Ich hätte mir durch die Ankündigung mehr ein „Duo-Konzert“ erwartet, aber es lief so ab, das Cesar mit einer guten Stunde Performance begann und Conchita nach einer kurzen Umbaupause ihrerseits mehr als eine Stunde die Bühne betrat. Es kam leider nur zu einem einzigen Duett, als Conchita Cesar auf die Bühne bat und sie zusammen den Prince Klassiker Purple Rain sangen, das allerdings mit Klasse und stimmlicher Wahnsinnskraft, das das bereits aufgeheizte Publikum endgültig zum Kochen brachte!

Überhaupt haben beide gezeigt, das sie zu den sehr wenigen österreichischen POP-Künstlern gehören, die absolutes internationales Format besitzen! Cesar sang seine eigenen Songs plus ein paar Coverversionen. Dazwischen flirtete er mit dem Publikum auf seine eigene charmante Art, um mit seinem ESC Song Nobody but you seinen Teil zu beenden! Über Lissabon hat er leider kein Wort verloren, außer das die Backgroundsängerin auch voriges Jahr in Lissabon mit dabei war.

Conchita eröffnete ihr Programm mit Where do i begin aus Love-Story. Sie trug eine tiefgeschnittene ärmellose Bluse, eine weite schwarze hose, Cowboy Boots mit Fransen und eine graue Melone auf dem Kopf, die ihr ein Mal runter fiel. Sie sah aus wie Mischung aus Torero und Darsteller aus „Bugsy Malone“, also eine gelungene Mischung weiblicher und männlicher Eleganz! Ihre Nummern waren eine sehr gute Mischung aus neuen und bekannten Titeln, wie etwa Firestorm oder dem mega coolem Hit me.

Witzig wie immer war sie bei ihren Zwischenconferencen, ganz besonders als sie über „Conchita Wurst“ erklärte: „Die Alte wird immer zickiger, wir sehen uns kaum! Überhaupt war es für mich sehr überraschend, das sie im Dialekt redete, was sie als „Conchita Wurst“ ja niemals auf der Bühne getan hat! Sie beendete ihren Auftritt natürlich mit Rise like a Phönix in einer längeren Version.

Das Konzert war gut besucht, aber leider nicht ganz ausverkauft. Was sich die Veranstalter und die beiden Künstler sehr wohl verdient hätten. Denn wann hat man sonst schon mal im Mostviertel so ein tolles Konzert mit 2 außergewöhnlichen Sängern, die für die Bühne geboren sind, erlebt?