EUROVISION SONG CONTEST 1980er

Johnny Logan ist der einzige Teilnehmer, der den Eurovision Song Contest dreimal gewinnen konnte; zweimal als Interpret (1980 mit What´s Antoher Year? und 1987 mit Hold Me Now) und einmal als Komponist (1992 mit Linda Martin und Why Me?). Abgesehen davon, schrieb er 1984 auch für Linda Martin den Song Terminal 3, mit dem sie den zweiten Platz für Irland erreichte.

Rundfunk: NOS
Datum: 19. April 1980
Ort: Congresgebouw, Den Haag
Moderation: Marlous Fluitsma
Gewinner: Johnny Logan, Irland

Der 25. Eurovision Song Contest fand am 19. April 1980 in Den Haag statt, nachdem sich die IBA des Vorjahressiegers Israel außerstande gesehen hatte, die Veranstaltung zum zweiten Mal hintereinander auszurichten. Da die einspringende niederländische NOS den Austragungstermin auf den 19. April festlegte, der 1980 mit dem israelischen Gedenktag Jom haZikaron zusammenfiel, verzichtete Israel auch auf die Teilnahme. Dies war das bislang letzte Mal, dass das Land des Vorjahressiegers nicht Gastgeberland war.

Marokko nahm zum ersten und einzigen Mal teil, aber erfolglos. Bitakat hob von Samira Bensaïd, welches Vorletzter wurde, war lange Zeit dar einzige arabischsprachige Song in der Geschichte des Eurovision Song Contest. Erst beim Eurovision Song Contest 2009 nahm Israel mit einem Titel teil, der neben einem englischen und hebräischen Teil auch einen arabischsprachigen Teil aufwies.

Top 5

1. Irland – Johnny Logan – What´s Another Year
2. Deutschland – Katja Ebstein – Theater
3. Großbritannien – Prima Donna – Love Enough For Two
4. Schweiz – Paola – Cinema
5. Niederlande – Amsterdam

Seit ABBA im Frühjahr 1974 den ESC gewonnen hatte, war man in Europa allgemein der Meinung, dass eine Band mit zwei männlichen und zwei weiblichen Mitgliedern die besten Siegeschancen haben. In diesem Fall lag Großbritannien 1981 richtig, denn Bucks Fizz gewann mit Making Your Mind Up den ESC. Danach entschloss man sich, die Band weiter bestehen zu lassen, die eigens für die Teilnahme am ESC gegründet wurde. 1981 und 1982 gelangen mit The Land of Make Believe und My Camera Never Lies zwei weitere Nummer-eins-Hits. Bis 1986 konnten elf Singles in den britischen Top 20 landen, doch nach 1988 blieben die Erfolge aus.

Rundfunk: RTÉ
Datum: 4. April 1981
Ort: Royal Dublin Society, Dublin
Moderation: Doireann Ní Bhriain
Gewinner: Bucks Fizz, Großbritannien

Der 26. Eurovision Song Contest fand am 4. April 1981 im Simmonscourt-Pavillon in Dublin statt. Zum zweiten Mal seit Einführung des Punktsystems 1975 beendete ein Song den Wettbewerb mit null Punkten – und wieder traf es Norwegen.

Nach unzähligen zweiten Plätze ging der Sieg endlich an die Briten Bucks Fizz. Der Gewinnersong Making Your Mind Up war zudem ein großer Hit in ganz Europa. Österreich erreichte mit Marty Brem und dem Song Wenn du da bist Platz 17 von 20 Teilnehmer.

Einige Interpreten des diesjährigen Wettbewerbs hatten bereits Eurovision Erfahrung: Cheryl Baker, ein Mitglied der Gewinnergruppe Bucks Fizz nahm als Gruppenmitglied von CoCo am Eurovision Song Contest 1978 ebenfalls für Großbritannien teil. Jean-Claude Pascal, der Gewinner von 1961 war erneut für Luxemburg am Start. Marty Brem nahm im Vorjahr (damals als Mitglied der Gruppe Blue Danube) für Österreich teil. Der Schwede Björn Skifs und der Däne Tommy Seebach sangen bereits 1978 bzw. 1979 für ihre Heimatländer. Peter, Sue & Marc beteiligten sich bereits zum vierten Mal für die Schweiz. Damit sind sie zusammen mit dem Belgier Fud Leclerc Rekordhalter in dieser Kategorie. Ferner erreichte Lena Valaitis bei der deutschen Vorausscheidung 1976 den siebten Platz.

Top 5

1. Großbritannien – Bucks Fizz – Making Your Mind Up
2. Deutschland – Lena Valaitis – Johnny Blue
3. Frankreich – Jean Gabilou – Humanahum
4. Schweiz – Peter, Sue & Marc – Io Senza Te
5. Irland – Sheba – Horoscopes

1981 nahm Jupiter-Records mit Ralph Siegel Nicole unter Vertrag. Im Sommer desselben Jahres wurde der Song Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund veröffentlicht. Der Song stand insgesamt 22 Wochen in den Singlecharts und erreichte Platz 2 der Verkaufslisten. Ihr ESC-Gewinnersong Ein bißchen Frieden wurde weltweit über fünf Millionen Mal verkauft, gewann Platin und Gold. Mit diesem Song belegte Nicole siebzehnmal den ersten Platz bei der ZDF-Hitparade und trat bei „Dalli Dalli“ auf. In der englischen Hitparade erreichte sie als erste Deutsche mit der englischen Version A Little Peace den ersten Platz und trat in der BBC bei „Top of the Pops“ auf.

Rundfunk: BBC
Datum: 24. April 1982
Ort: Conference Centre, Harrogate
Moderation: Jan Leeming
Gewinner: Nicole, Deutschland

Der 27. Eurovision Song Contest fand am 24. April 1982 im nordenglischen Kurort Harrogate statt. Auffällig war die Anzahl von Interpreten mit kurzen Namen: Gleich sechs Länder schickten Sänger oder Gruppen mit nur vier Buchstaben in den Wettbewerb, vier weitere Interpreten mit fünf Buchstaben. Dazu passend war der Titel der Spanier einer der kürzesten der Contest-Geschichte: Él.

Frankreich war nicht dabei, für Zypern ging Anna Vissi mit dem Song Mono i agapi an den Start, die 1980 Griechenland mit dem Song Autostop vertrat. Die schwedische Jury überraschte mit der Vergabe ihrer 12 Punkte. Diese gingen an den jugoslawischen Beitrag Halo, halo, gesungen von dem Trio Aska.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs gewann Deutschland mit Nicole und dem von Ralph Siegel komponiertem Song Ein bißchen Frieden, und zwar mit einem großen Abstand von 61 Punkten. Der österreichische Beitrag Sonntag, gesungen von Duo Mess, erreichte Platz 9.

Melina Mercouri war in Griechenland Kulturministerin geworden und setzte durch, dass Griechenland nicht bei einem so „schrecklichen“ Ereignis, wie der Eurovision Song Contest, teilnimmt. Bereits ein Jahr später hatte sie dieses Urteil „revidiert“.

Top 5

1. Deutschland – Nicole – Ein Bißchen Frieden
2. Israel – Avi Toledano – Hora
3. Schweiz – Arlette Zola – Amour on t’aime
4. Belgien – Stella – Si tu aimes ma musique
5. Zypern – Anna Vissi – Mono i agapi

Corinne Hermès veröffentlichte 1979 noch unter ihrem Geburtsnamen Miller ihre Debütsingle La ville où je vis. Nachdem sie 1983 den Eurovision Song Contest gewann, konnte sie lediglich in ihrem Heimatland Frankreich an diesen Erfolg anknüpfen und platzierte bis 1989 zwei weitere Singles in den Charts: 1984 Vivre à deux und 1989 Dessine-moi.

Rundfunk: ARD
Datum: 23. April 1983
Ort: Rudi-Sedlmayer-Halle, München
Moderation: Marlène Charell
Gewinner: Corinne Hermés, Luxemburg

Der 28. Eurovision Song Contest fand am 23. April 1983 in der Rudi-Sedlmayer-Halle in München statt. Nachdem Frankreich, Italien und Griechenland im Vorjahr nicht teilgenommen hatten, waren sie in diesem Jahr wieder dabei. Erstmals seit seiner ersten Teilnahme fehlte Irland.

Der Gewinnersong war Si la vie est cadeau von Corinne Hermès aus Luxemburg. Sie gewann mit sechs Punkten Vorsprung vor der Zweitplatzierten Israelin Ofra Haza und ihrem Song Hi. Ofra Haza (starb am 23. Februar 2000) startete im Anschluss eine internationale Karriere. Einer ihren größten Hits war der Song Im nin alu.

Zu Hitparadenerfolgen wurden die Beiträge aus Schweden und Jugoslawien. Carola Häggkvist aus Schweden wurde mit Främling Dritte, Daniel aus Jugoslawien mit Džuli Vierter.

Zwei Länder gingen diesmal ohne Punkte für ihren Beitrag nach Hause, nämlich die Türkei und Spanien. Österreich landete mit der Band Westend und dem Song Hurricane auf Platz 9.

Top 5

1. Luxemburg – Corrine Hermés – Si la vie est cadeau
2. Israel – Ofra Haza – Hi
3. Schweden – Carola – Främling
4. Jugoslawien – Daniel – Džuli
5. Deutschland – Hoffmann & Hoffmann – Rücksicht

Die Brüder Herrey waren Schwedens erste „Boygroup“. Ihre Schulung als Musik- und Showleute hatten sie in den USA erhalten. Von den drei Brüdern hat nur Richard Herrey weiter eine musikalische Karriere verfolgt, und zwar im Bereich des Musicals. 1997 hat Richard Herrey das Musical West Side Story ins Schwedische übersetzt, es wurde über zwei Jahre im Oskartheater in Stockholm aufgeführt. Das Stück wurde nicht nur von ihm produziert, sondern Richard Herrey übernahm ebenfalls eine der Hauptrollen. Anfang 2006 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum Jag e Kung.

Rundfunk: RTL
Datum: 5. Mai 1984
Ort: Théâtre Municipal, Luxemburg
Moderation: Désirée Nosbusch
Gewinner: Herrey´s, Schweden

Der 29. Concours Eurovision de la Chanson fand am 5. Mai 1984 im Théâtre Municipal in Luxemburg statt. Die damals neunzehnjährige Désirée Nosbusch ist bis heute die jüngste Moderatorin des Wettbewerbs.

Als Favoriten auf den Sieg gingen die Italiener Alice und Franco Battiato mit dem Song I treni di Tozeur ins Rennen. Gewonnen haben sie zwar nicht, der Song wurde aber der größte kommerzielle Erfolg des Abends. Gewinner wurden die Brüder Herrey´s aus Schweden mit dem Song Diggi-loo, diggi-ley. Diggi-loo, diggi-ley war ursprünglich nur der Arbeitstitel des späteren Siegersongs, als noch kein Text zur Komposition existierte. Der Titel selbst heißt In goldenen Schuhen, versehentlich wurde der Song aber unter seinem Arbeitstitel zum Wettbewerb eingereicht.

Österreich schickte Anita Spanner mit dem Song Einfach Weg ins Rennen. Sie beendete die Teilnahme in Luxemburg auf dem letzten 19. Platz.

Top 5

1. Schweden – Herrey´s – Diggi-loo, diggi-ley
2. Irland – Linda Martin – Terminal 3
3. Spanien – Bravo – Lady, Lady
4. Dänemark – Hot Eyes – Det ’lige det
5. Italien – Alice & Franco Batiato – I Treni Di Tozeur
5. Belgien – Jacques Zegers – Avanti La Vie

Nach dem Misserfolg von Elisabeth Andreassen bei der schwedischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 1984 mit dem Song Kärleksmagi gründete sie gemeinsam mit Hanne Krogh das Duo „Bobbysocks“. Nach dem Sieg beim ESC errangen sie große Popularität und machten internationale Tourneen. Ein weiterer Erfolg des Duos war der Song Waiting for the Morning. Das Duo existierte bis 1988. Auch nach ihrer Trennung traten Elisabeth Andreassen und Hanne Krogh immer wieder gemeinsam auf. 2010 erschien ein Best-of-Album, für das sie zwei neue Songs gemeinsam aufnahmen.

Rundfunk: SVT
Datum: 4. Mai 1985
Ort: Scandinavium, Göteborg
Moderation: Lill Lindfors
Gewinner: Bobbysocks, Norwegen

Der 30. Eurovision Song Contest fand am 4. Mai 1985 im Scandinavium in Göteborg statt. Israel und Griechenland nahmen wieder teil. Jugoslawien und die Niederlande sagten ihre Teilnahme ab.

Einige ehemalige Eurovision Teilnehmer waren wieder dabei: Italien entsandte, wie 1976, das Ehepaar Al Bano & Romina Power. Auch der Sieger des Wettbewerbs von 1978, Izhar Cohen, versuchte es erneut. Diesmal belegte er Platz 5. Auch Schweden und die Gewinnerinnen des diesjährigen Wettbewerbs aus Norwegen waren ehemalige Eurovision Teilnehmer: 1982 hatten die Chips, bestehend aus Kikki Danielsson und Elisabeth Andreasson, noch gemeinsam Schweden vertreten – diesmal traten sie gegeneinander an: Kikki vertrat wieder Schweden (Platz 3), Elisabeth mit Hanne Krogh, die wiederum für Norwegen 1971 am Start war, Norwegen. Gemeinsam waren sie Bobbysockss in Göteborg und gewannen überraschend für Norwegen mit dem Song La Det Swinge.

Für Österreich ging Gary Lux, zum ersten mal als Solointerpret, an den Start. Mit dem Song Kinder dieser Welt erreichte er Platz 8.

Top 5

1. Norwegen – Bobbysocks – La Det Swinge
2. Deutschland – Wind – Für Alle
3. Schweden – Kikki Danielsson – Bra vibrationer
4. Großbritannien – Vikki – Love Is
5. Israel – Izhar Cohen – Olé, olé

Sandra Kim war die bisher jüngste Siegerin des Wettbewerbs. Zum Zeitpunkt ihres Sieges beim Eurovision Song Contest war sie erst 13 Jahre alt, obwohl sie ihr Geburtsjahr zunächst mit 1970 angegeben hatte. Die Zweitplatzierte Schweiz legte erfolglos Widerspruch gegen die Wertung ein. Erst 1990 wurde das Mindestalter der Teilnehmer auf 16 Jahre festgelegt.

Rundfunk: NRK
Datum: 3. Mai 1986
Ort: Grieghallen, Bergen
Moderation: Åse Kleveland
Gewinner: Sandra Kim, Belgien

Der 31. Eurovision Song Contest fand am 3. Mai 1986 in der Grieghallen von Bergen statt. Zum ersten Mal nahm Island am Eurovision Song Contest teil. Ursprünglich sollte Island bereits 1985 am Eurovision Song Contest teilnehmen, dies war aus technischen Gründen aber nicht möglich. Die Niederlande und Jugoslawien waren wieder vertreten. Griechenland und Italien sagten ihre Teilnahme ab.

Der Wettbewerb wurde von Åse Kleveland moderiert, die 1966 den 3. Platz für Norwegen erreichte. Der Eurovision Song Contests 1986 hatte einen besonderen Rekord zu verzeichnen: Die Belgierin Sandra Kim war die jüngste Siegerin bisher. Sie gab an, 15 Jahre alt zu sein, in Wirklichkeit war sie erst 13. Der Gewinnersong heißt J´aime la vie.

Für Österreich ging Timna Brauer an den Start und erreichte mit der Ballade Die Zeit ist einsam Platz 18 unter 20 Teilnehmern.

Top 5

1. Belgien – Sandra Kim – J’aime la vie
2. Schweiz – Daniela Simons – Pas pour moi
3. Luxemburg – Sherisse Laurence – L’amour de ma vie
4. Irland – Luv Bug – You Can Count on Me
5. Schweden – Lasse Holm & Monica Törnell – E’ de’ det här du kallar kärlek?

Johnny Logan ist der einzige Teilnehmer, der den Eurovision Song Contest dreimal gewinnen konnte; zweimal als Interpret (1980 mit What´s Antoher Year? und 1987 mit Hold Me Now) und einmal als Komponist (1992 mit Linda Martin und Why Me?). Abgesehen davon, schrieb er 1984 auch für Linda Martin den Song Terminal 3, mit dem sie den zweiten Platz für Irland erreichte.

Rundfunk: RTBF
Datum: 9. Mai 1987
Ort: Palais du Centenaire, Brüssel
Moderation: Viktor Lazlo
Gewinner: Johnny Logan, Irland

Der 32. Eurovision Song Contest fand am 9. Mai 1987 im Palais du Centenaire in Brüssel statt. Italien und Griechenland nahmen wieder teil. Die Teilnehmerzahl von 22 stellte einen neuen Rekord dar.

Für Deutschland nahm zum zweiten Mal die Gruppe Wind mit dem Song Lass die Sonne in Dein Herz teil, der nochmals auf dem 2. Platz landete. Im Gegensatz zu Für alle von 1985, welches von Hanne Haller stammt, schrieben diesen Beitrag Ralph Siegel und Bernd Meinunger.

Johnny Logan siegte zum zweiten Mal nach 1980. Diesmal hat der Sänger den Song Hold Me Now auch selbst geschrieben. Im Gegenzug erreichte die Türkei trotz einer aufregenden Tanzeinlage nur den 22. und somit letzten Platz und das mit null Punkten.

Für Österreich ging Gary Lux zum zweiten nach 1985 als Solointerpret an den Start. Mit dem Song Nur noch Gefühl erreichte er jedoch nur den 20. Platz.

Top 5

1. Irland – Johnny Logan – Hold Me Now
2. Deutschland – Wind – Laß Die Sonne In Dein Herz
3. Italien – Umberto Tozi & Raff – Gente Di Mare
4. Jugoslawien – Novi Fosili – Ja Sam Za Ples
5. Dänemark – Anne Cathrine Herdorf & Bandjo – En lille melodi
5. Niederlande – Marcha – Rechtop in de wind

1980 komponierten Céline Dions Mutter und ihr Bruder Jacques den Song Ce n’était qu’un rêve, das sie dem Manager René Angélil schickten. Er setzte auf ihr Talent und nahm eine Hypothek auf sein Haus auf, damit er ihr erstes Album finanzieren konnte. 1981 veröffentlichte Céline Dion ihre erste Langspielplatte in ihrer Muttersprache Französisch, La voix du bon dieu, die sie in Québec zu einem Star machte.

Ihren ersten Nummer-eins-Hit in den USA hatte Céline Dion 1994 mit der Ballade The Power of Love, einer Coverversion von Jennifer Rush. Die Single wurde auch in Australien Nummer 1 und landete in den britischen Top Five. Sie verkaufte sich weltweit über zwei Millionen Mal, Céline Dion war für einen Grammy und die American Music Awards nominiert. Das war der Beginn einer erfolgreichen Weltkarriere.

Rundfunk: RTÉ
Datum: 30. April 1988
Ort: Royal Dublin Society, Dublin
Moderation: Pat Kenny, Michelle Rocca
Gewinner: Celiné Dion, Schweiz

Der 33. Eurovision Song Contest fand am 30. April 1988 in Dublin statt. Der gastgebende Sender RTÉ hatte bei der Produktion der Show darauf geachtet, das Event zu modernisieren, um ein jüngeres Publikum anzusprechen und den Produzenten zahlreicher Musikvideos und Jugendprogramme Declan Lowney engagiert. Er war auch für die Organisation des Intervalacts zuständig, bei dem die Band Hothouse Flowers im Musikvideo zu Don’t Go insgesamt elf Länder besuchten, zum damaligen Zeitpunkt war es das teuerste irische Musikvideo, das jemals produziert wurde.

Zwei gigantische Videowände ersetzten die bisherige Punktetafel, auf der einen Seite wurde die erste computerbasierte Wertungstafel in der Geschichte des ESC, auf der anderen Seite Bilder der Interpreten aus dem Green Room gezeigt. Die gigantische Bühne, unter der Direktion von Michael Grogan und Paula Farrell designt, war die bis dahin größte und modernste in der Geschichte des Eurovision Song Contests.

In einem engen Finale gewann die Schweiz mit nur einem Punkt Vorsprung. Für die Schweiz sang die damals noch wenig bekannte kanadische Sängerin Céline Dion den Song Ne partez pas sans moi. Damit gewann die Schweiz den Wettbewerb nach 1956 zum zweiten und bislang letzten Mal. Dies war gleichzeitig der letzte Sieg eines französischsprachigen Song beim Eurovision Song Contest.

Zypern, eigentlich auf Startnummer 2 gelost, durfte nicht teilnehmen, da der Song Thimame von Yiannis Dimitrou bereits einige Jahre zuvor veröffentlicht wurde. Da dies aber erst nach Ende der Anmeldefrist bekannt wurde, konnte kein Nachrücker mehr nominiert werden.

Österreich wurde durch Wilfried vertreten. Sein Song Lisa, Mona Lisa – unter den Eurovision-Fans häufig als meist gehasste Eurovision Beitrag aller Zeiten genannt – bekam keinen einzigen Punkt und landete somit auf dem letzten Platz.

Top 5

1. Schweiz – Céline Dion – Ne partez pas sans moi
2. Großbritannien – Scott Fitzgerald – Go
3. Dänemark – Hot Eyes – Ka’ du se hva’ jeg sa‘?
4. Luxemburg – Lara Fabian – Croire
5. Norwegen – Karoline Krüger – For vår jord

1989 gewann die Gruppe Riva einmalig den Eurovision Song Contest für Jugoslawien. Der Gewinnersong heißt Rock Me und wurde von Rajko Dujmić komponiert und von Stevo Cvikić getextet. Die Beiden schrieben auch die vorige jugoslawische ESC-Beiträge, Mangup 1988 und Ja sam za ples 1987. Bevor Riva Jugoslawien beim ESC vertreten durfte, gewannen sie mit nur einem Punkt Vorsprung die jugoslawische nationale Vorausscheidung. 1992 löste sich die Band auf, die Leadsängerin Emilija Kokić startete später eine erfolgreiche Solokarriere in Kroatien.

Rundfunk: SRG SSR
Datum: 6. Mai 1989
Ort: Palais de Beaulieu, Lausanne
Moderation: Jacques Deschenaux, Lolita Morena
Gewinner: Riva, Jugoslawien

Der 34. Eurovision Song Contest, offiziell in diesem Jahr Concours Eurovision de la Chanson genannt, fand am 6. Mai 1989 im Palais de Beaulieu in Lausanne statt. Jugoslawien gelang diesmal der Sieg mit der Band Riva und dem Song Rock Me.

Für Österreich ging der damals 19-jährige Thomas Forstner mit dem Song Nur ein Lied ins Rennen. Der von Dieter Bohlen geschrieben Song belegte den 5. Platz.

Eine Panne passierte beim Wilhelm-Tell-Showteil. Der Pfeil der Armbrust-Kettenreaktion verfehlte den Apfel knapp, so dass der Artist sich kurz wegdrehte und verdeckt den Pfeil in den Apfel steckte. Als Slow-Motion wurde dann der gelungene Versuch aus der Probe gezeigt. Auch in diesem Jahr gab es einmal Null Punkte, diesmal für den Beitrag aus Island.

Beim Eurovision Song Contest 1989 entsandten zwei Länder Kinder zum Wettbewerb. Frankreich schickte ein elfjähriges Mädchen, Israel einen zwölfjährigen Jungen ins Rennen. Im darauf folgenden Jahr setzte die EBU das Mindestalter der Interpreten auf 16 Jahre herauf.

Top 5

1. Jugoslawien – Riva – Rock Me
2. Großbritannien – Live Report – Why Do I Always Get It Wrong?
3. Dänemark – Birthe Kjær – Vi maler byen rød
4. Schweden – Tommy Nilsson – En Dag
5. Österreich – Thomas Forstner – Nur ein Lied