EUROVISION SONG CONTEST 2000er

Die Olsen Brothers, Jørgen und Noller, nahmen zwischen 1978 und 2007 sechs mal an der dänischen Vorausscheidung „Dansk Melodi Grand Prix“ teil. Abgesehen von dem Sieg 2000 erreichten sie dort 1978 mit San Francisco und 2005 mit Little Yellow Radio den zweiten Platz. Jørgen Olsen schaffte als Solist 1989 mit Fugle und 1990 mit Berlin auf Platz drei.

Rundfunk: SVT
Datum: 13. Mai 2000
Ort: Globen, Stockholm
Moderation: Anders Lundin und Kattis Ahlström
Gewinner: Olsen Brothers, Dänemark

Der 45. Eurovision Song Contest fand am 13. Mai 2000 in der Globen Arena in Stockholm statt und wurde von Anders Lundin & Kattis Ahlström moderiert. 24 Länder nahmen teil, Gewinner des Wettbewerbs waren die Dänen The Olsen Brothers mit ihrem Song Fly on the Wings of Love.

Lettland nahm das erste Mal am Eurovision Song Contest teil. Finnland, Mazedonien, Rumänien, Russland und die Schweiz waren nach einem Jahr Zwangspause wieder dabei. Dafür mussten Bosnien-Herzegowina, Slowenien, Polen, Litauen und Portugal eine Zwangspause einlegen. Griechenland, Slowakei und Ungarn verzichteten freiwillig auf den Wettbewerb.

Televoting wurde als Wertungsverfahren auch in diesem Jahr angewendet. In Ausnahmefällen, in denen Televoting nicht möglich war, wurde stattdessen eine Jury verwendet: Russland, Mazedonien, Türkei und Rumänien. Die Niederländische Abstimmung wurde durch eine Jury übernommen, nachdem die Ausstrahlung des Wettbewerbs, wegen der Feuerwerkskatastrophe in Enschede, abgebrochen wurde.

Top 5

1. Dänemark – The Olsen Brothers – Fly on the Wings of Love
2. Russland – Alsou – Solo
3. Lettland – Brainstorm – My Star
4. Estland – Ines – Once in a Lifetime
5. Deutschland – Stefan Raab – Wadde hadde dudde da?

Tanel Padar gründete nach dem ESC-Sieg die Band The Sun, mit der er in Estland sehr populär wurde. Beim Estnischen Musikpreis 2006 gewann Tanel Padar mit der Band 5 von 15 möglichen Preisen, unter anderem den Preis für das beste Album und den Preis für die beste Band.

Rundfunk: DR
Datum: 12. Mai 2001
Ort: Parkenstadion, Kopenhagen
Moderation: Natasja Crone, Søren Pilmark
Gewinner: Tanel Padar, Dave Benton & 2XL, Estland

Der 46. Eurovision Song Contest fand am 12. Mai 2001 in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt. Austragungsort war das Parken Stadion, das 40.000 Zuschauern Platz bietet. Somit ist der Eurovision Song Contest 2001 der größte aller Zeiten, was die Zuschauerzahl vor Ort betrifft.

Als Favoriten im Vorfeld galten die Songs aus Spanien, Schweden, Frankreich, Slowenien und Griechenland. Letztendlich gewann aber der estnische Beitrag Everybody, der von Tanel Padar, aus Aruba stammenden Dave Benton und ihrer Backgroundgruppe 2XL gesungen wurde. Den zweiten Platz belegte der Gastgeber Dänemark mit dem Songs von Rollo & King Never Ever Let You Go, dritter wurde Griechenland mit dem Song I Would Die For You, gesungen von der Band Antique.

Dieses Jahr führte die EBU zum ersten mal einen Mix der Abstimmung ein (50% Televoting und 50% Jury). Für die Länder, die dass nicht wollten, konnte auch zu 100 % ein Televoting durchgeführt werden. Nach Angaben der EBU-Regeln war es jedem Teilnehmerland frei zur Wahl gestanden welches Abstimmungssystem durchgeführt wird. In Ausnahmefällen, in denen Televoting nicht möglich war, wurde nur eine Jury eingesetzt: Bosnien und Herzegowina, Türkei und Russland. Nur wenige Länder entschieden sich für das gemischte Abstimmungsverfahren: Kroatien, Griechenland und Malta.

Top 5

1. Estland – Tanel Padar, Dave Benton and 2XL – Everybody
2. Dänemark – Rollo & King – Never Ever Let You Go
3. Griechenland – Antique – I Would Die for You
4. Frankreich – Natasha Saint-Pier – Je n’ai que mon âme
5. Schweden – Friends – Listen to Your Heartbeat

Marija Naumova nahm 200 das erste Mal an der lettischen Vorausscheidung teil. Mit dem Song For You My Friends erreichte sie dort den zweiten Platz. Ihr erstes Album in lettischer Sprache, Ieskaties acīs, erschien im gleichen Jahr in Zusammenarbeit mit in Lettland renommierten Künstlern der klassischen Musik wie Elīna Garanča. Dieses Album erhielt in Lettland 2001 die Auszeichnung in Platin als bestverkaufter Tonträger. 2001 war sie wieder bei der Vorausscheidung dabei und wurde mit Hey, boy, follow me Dritte.

Rundfunk: EER
Datum: 25. Mai 2002
Ort: Saku Suurhall, Tallinn
Moderation: Annely Peebo, Marko Matvere
Gewinner: Marie N, Lettland

Der 47. Eurovision Song Contest fand am 25. Mai 2002 in der estnischen Hauptstadt Tallinn statt. Es nahmen 24 Länder teil. Die Niederlande, Polen, Norwegen, Island und Irland mussten wegen ihres schlechten Abschneidens im Vorjahr aussetzen. Portugal zog die Teilnahme freiwillig zurück, wodurch die Teilnahme des im Vorjahr schlechter platzierten Lettland möglich wurde.

Als Favoriten wurden die Beiträge aus Deutschland, Schweden, Frankreich, Großbritannien und Spanien gehandelt. Überraschend gewann aber die lettische Sängerin Marie N mit dem Song I Wanna.

Erwähnenswert ist der Beitrag aus Slowenien: Nachdem die Gruppe Sestre die nationale Vorausscheidung gewonnen hatte, wurde im ganzen Land, selbst im Parlament, diskutiert, ob eine solche Gruppe als Vertreter des Landes geeignet sei.

Für Österreich ging Manuel Ortega mit dem Song Say A Word an den Start. Das Ergebnis in Tallinn war ein 18. Platz. Seitdem beantwortet er in seinen Interviews keine Fragen über die Eurovision Song Contest Teilnahme.

Top 5

1. Lettland – Marie N – I Wanna
2. Malta – Ira Losco – 7th Wonder
3. Großbritannien – Jessica Garlick – Come Back
3. Estland – Sahlene – Runaway
5. Frankreich – Sandrine François – Il faut du temps

Der Gewinnersong von Sertab Erener, Everyway That I Can, wurde zum europaweiten Hit. In Griechenland, in Schweden, in der Türkei und in den osteuropäischen Ländern belegte der Song wochenlang Platz 1 in den Charts. Der Song schaffte es, bis auf Platz 17 der Airplay World Official Top 100 und wurde zu einem der kommerziell erfolgreichsten Siegersongs des ESC im 21. Jahrhundert. Ermutigt durch den internationalen Erfolg veröffentlichte Sertab Erener 2004 das englischsprachige Album No Boundaries, das allerdings floppte. 2005 steuerte sie zum Soundtrack für den Dokumentarfilm „Crossing The Bridge – The Sound of Istanbul“ von Fatih Akın eine Coverversion von Madonnas Music bei.

Rundfunk: LTV
Datum: 24. Mai 2003
Ort: Skonto Olympic Hall, Riga
Moderation: Marie N, Renars Kaupers
Gewinner: Sertab Erener, Türkei

Der 48. Eurovision Song Contest fand am 24. Mai 2003 in der lettischen Hauptstadt Riga statt und wurde von Vorjahresgewinnerin Marie N und Renars Kaupers moderiert. 26 Länder nahmen teil, darunter zum ersten Mal Ukraine. Auch Albanien wollte zum ersten Mal em ESC teilnehmen, wurde aber von der EBU abgelehnt, da mit der Ukraine nur Platz für einen neuen Teilnehmer vorhanden war.

Es gewann zum ersten mal die Türkei mit Sertab Erener und Everyway That I Can. Zweite überraschend wurde Belgien mit Urban Trade und Sanomi, die  t.A.T.u. aus Russland kamen, trotz ohrenbetäubendem Gesang auf Platz 3. Der Punkteunterschied zwischen die ersten drei Plätze betrug nur 3 Punkte. Auch ganz Interessant: Die letzte drei Plätze belegten die Länder, die im Vorjahr die ersten Drei waren – in genau derselben Reihenfolge.

Österreich wurde durch Alf Poier und seinem Song Weil der Mensch zählt vertreten. Das Endergebnis war ein 6. Platz von 26 Teilnehmer.

Unmittelbar nach dem Eurovision Song Contest 2003 kam es in Russland zu Debatten um das Ergebnis. Am 29. Mai legte der staatliche russische Fernsehsender Perwy kanal eine offizielle Beschwerde bei der EBU ein. Laut dem Fernsehsender hätten t.A.T.u. aus einigen Ländern eine “unwahrscheinlich geringe Punktzahl” erhalten, explizit genannt wurden Großbritannien und Irland, die beide 0 Punkte für das russische Duo vergeben hatten. Tatsächlich stellte sich heraus, dass das in Irland durchgeführte Telefonvoting, welches eigentlich die Punktevergabe bestimmen sollte, nicht berücksichtigt wurde, und stattdessen die Punktevergabe durch eine Jury vorgenommen war. Als Begründung wurde genannt, dass nicht genügend Zeit zur Auswertung des Telefonvotings zur Verfügung gestanden habe, und deshalb das Voting der Jury herangezogen worden war. Später wurde bekannt, dass t.A.T.u. unter Berücksichtigung des Telefonvotings aus Irland ebenfalls 0 Punkte erhalten hätten. Am Sieg Sertab Ereners aus der Türkei hätte sich nichts geändert. Nichtsdestotrotz war die Entscheidung des irischen Rundfunks rechtmäßig und das Ergebnis damit nicht anfechtbar.

Top 5

1. Türkei – Sertab Erener – Everyway that I Can
2. Belgien – Urban Trade – Sanomi
3. Russland – t.A.T.u. – Ne Ver‘, Ne Boysia
4. Norwegen – Jostein Hasselgård – I’m Not Afraid to Move On
5. Schweden – Fame – Give Me Your Love

Ruslanas musikalische Karriere begann 1996 mit dem Sieg beim „Slawiansky Basar“, einem Internationalen Gesangswettbewerb im weißrussischen Wizebsk. In den Folgejahren hatte sie in der Ukraine beträchtliche Erfolge mit ihrem ersten Album Myt‘ vesny und dem Song Svitanok. Zu diesem produzierte sie ein aufwendiges Video, die erste Big-Budget-Videoclip-Produktion der Ukraine. 1999 wirkte sie bei der Verfilmung des Weihnachts-Musicals Ostanne rizdvo 90-x mit, das mit der ukrainischen Auszeichnung Film des Jahres bedacht wurde. Das ukrainische Fernsehen kürte sie zur Persönlichkeit des Jahres 2000.

Das sehr erfolgreiche Album Wild Dances, das 2003 erschien, erhielt als erstes Album überhaupt in der Ukraine Platin für 100.000 verkaufte Exemplare; in einem Land mit ausgeprägtem Musikalienschwarzmarkt eine beachtliche Leistung. Später erhöhte sich die Zahl der verkauften Exemplare gar auf 500.000, das heißt, das Album wurde mit fünfmal Platin ausgezeichnet.

Rundfunk: TRT
Datum: 12. – 15. Mai 2004
Ort: Abdi Ipekci Sport Center, Istanbul
Moderation: Meltem Cumbul, Korhan Abay
Gewinner: Ruslana, Ukraine

Beim Eurovision Song Contest in Istanbul nahmen 36 Länder teil. Auf Grund der großen Teilnehmeranzahl wurde eine Qualifikationsrunde eingeführt. Die zehn besten Länder qualifizierten sich für das Finale. Dort trafen sie auf die 14 Länder, die sich im Vorjahr schon fix für das Finale qualifiziert hatten.

Vor dem Finale wurden in den Wettbüros neben dem deutschen Teilnehmer Max Mutzke auch die Beiträge der Ukraine und Griechenlands als Favoriten gehandelt. Gewonnen hat letztendlich Ukraine mit Ruslana und Wild Dances. Platz 2 erreichte Željko Joksimović aus Serbien & Montenegro. , Platz 3 ging an den Griecheh Sakis Rouvas.

Österreich wurde durch die Band Tie Break vertreten. Mit dem Song Du bist erreichten sie nur Platz 21 im Finale. Seitdem hört man nie wieder von der Band, oder deren Mitglieder.

Top 5 Finale

1. Ukraine – Ruslana – Wild Dances
2. Serbien & Montenegro – Željko Joksimović – Lane Moje
3. Griechenland – Sakis Rouvas – Shake It
4. Türkei – Athena – For Real
5. Zypern – Lisa Andreas – Stronger Every Minute

Semifinale

Das Semifinale fand am 12. Mai 2004 statt. Die zehn bestplatzierten Länder qualifizierten sich für das Finale. Im Semifinale wurden die Plätze 11 bis 22 bekannt gegeben und so sah man, dass die Schweiz leer ausging. Bei der Anzeige dieser Plätze gab es zudem einen Fehler, da die Stimmen aus Kroatien und Monaco nicht richtig berechnet worden sind. Die im Nachhinein richtige Punktevergabe beeinflusste aber nicht die Qualifikation der 10 qualifizierten Länder. Die Plätze 1 bis 10 verriet man jedoch nicht, um Beeinflussungen zu vermeiden. Seit 2005 bleiben alle Ergebnisse des Semifinales bis nach dem Finale geheim.

Top 5 Semifinale

1. Serbien & Montenegro – Željko Joksimović – Lane Moje
2. Ukraine – Ruslana – Wild Dances
3. Griechenland – Sakis Rouvas – Shake It
4. Albanien – Anjeza Shahini – The Image of You
5. Zypern – Lisa Andreas – Stronger Every Minute

Helena Paparizou wurde in Göteborg geboren und wuchs dort auch auf. Mit 17 gründete sie mit ihrem Jugendfreund Nikos Panagiotidis die Band Antique. Die Debüt-Single Opa Opa wurde ein großer Hit, erreichte Platz 1 in den Single-Charts und erhielt Gold-Status.

Ende November 2005 veröffentlichte sie in Griechenland mit Mambo die erste Single ihres zweiten Albums Yparhei Logos, die sich zehn Wochen auf Platz 1 der griechischen Singlecharts halten konnte.

2014 nahm sie zum ersten Mal an der schwedischen Melodifestivalen teil und wurde mit dem Song Survivor Vierte im Finale.

Rundfunk: NTU
Datum: 19. – 21. Mai 2005
Ort: Palace of Sports, Kiew
Moderation: Maria Efrosinina, Pawlo Schilko
Gewinner: Helena Paparizou, Griechenland

Der 50. Eurovision Song Contest fand am 19. und 21. Mai 2005 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt. Mit 39 teilnehmenden Ländern war diese Ausgabe zahlenmäßig größte Veranstaltung im Rahmen dieses Wettbewerbs.

Ruslana, die Vorjahressiegerin, sollte eigentlich als Moderatorin auftreten, sagte aber am 4. Mai durch ihr Management ab. Begründet wurde dies offiziell damit, dass sie aufgrund einer Charity-Veranstaltung zwei Tage zuvor nicht in der Lage sei, sich ausreichend auf die Proben zu konzentrieren. Aus Kreisen des Veranstalters EBU heißt es jedoch, der wahre Grund sei die Kritik an Ruslanas mangelhaften englischen und französischen Sprachkenntnissen, die bei der Punktevergabe zu Irritationen führen könnten.

Wie im Vorjahr, gab es auch in Kiew zwei Tage vor dem Finale ein Semifinale. Die 10 besten Länder erreichten das Finale, die Top 14 Länder des Vorjahrs (inkl. Big Four und Gastgeber) waren bereits für das Finale qualifiziert. Die Gewinnerin war Helena Paparizou aus Griechenland, die 2001 mit der Band Antique beim Wettbewerb in Kopenhagen dabei war. Chiara aus Malta, die bereits 1998 in Birmingham Dritte wurde, erreichte Platz Zwei. Platz 3 ginge an Luminița Anghel & Sistem aus Rumänien.

Die Teilnahme der Sängerin Gracia für Deutschland war umstritten, da ihr Produzent David Brandes zugeben musste, dass er den Song Run & Hide durch gezielte CD-Aufkäufe in die Hitparaden gepusht hatte. Er wurde daraufhin von der deutschen Delegation ausgeschlossen. Er hatte aber ebenfalls den Beitrag der estnischen Girlgroup Vanilla Ninja komponiert und reiste als Mitglied der Schweizer Delegation an. Die Push-Aktion des deutschen Beitrags hat übrigens nicht geholfen: Gracia wurde Letzte im Finale.

Top 5 Finale

1. Griechenland – Helena Paparizou – My Number One
2. Malta – Chiara – Angel
3. Rumänien – Luminita Anghel & System – Let Me Try
4. Israel – Shiri Maimon – Hasheket shenish’ar
5. Lettland – Valters & Kaža – The War Is Not Over

Semifinale

Das Semifinale fand am 19. Mai mit 25 Ländern statt. Die Top 10 qualifizierte sich für das Finale am 21. Mai. Bis auf Teilnehmer Rumäniens erreichte keiner der Top 5 Semifinalisten eine Platzierung unter die besten fünf im Finale.

Top 5 Semifinale

1. Rumänien – Luminita Anghel & System – Let Me Try
2. Moldau – Zdob și Zdub – Bunica bate toba
3. Dänemark – Jakob Sveistrup – Talking to You
4. Kroatien – Boris Novković feat. Lado members – Vukovi umiru sami
5. Ungarn – NOX – Forogj világ

Die finnische Hard-Rock & Heavy Metal-Band Lordi wurde 1992 gegründet und ist bekannt für ihre ungewöhnlichen Bühnenkostüme, die Zombies und Monster darstellen. Lordi traten mit den Song Hard Rock Hallelujah und Bringing Back the Balls to Rock bei der finnischen Vorausscheidung an. Eine knappe Mehrheit der Finnen entschied sich für den ersten Song, mit dem sie dann die Vorausscheidung mit 42,2 % der Stimmen und anschließend den ESC in Athen gewannen.

Die Gruppe wurde eine Woche nach ihrer Rückkehr aus Athen am alten Fischmarkt in Helsinki von 70.000 Finnen empfangen. Die finnische Staatspräsidentin Tarja Halonen übergab der Band hierbei für die Förderung finnischer Musik in aller Welt einen überdimensionalen bronzenen Schlüssel. Zudem führte diese Veranstaltung zu einem Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde; der Empfang wird dort als Massen-Karaoke geführt. Die Stadt Rovaniemi, der Heimatort des Sängers Lordi, benannte zu Ehren der Band ihren zentralen Platz in Lordi-Platz um.

Rundfunk: ERT
Datum: 18. – 20. Mai 2006
Ort: Olympic Indoor Hall, Athen
Moderation: Sakis Rouvas, Maria Menounos
Gewinner: Lordi, Finnland

Der 51. Eurovision Song Contest fand am 18. und 20. Mai 2006 in der griechischen Hauptstadt Athen in Olympic Indoor Hall im Olympia-Sportkomplex statt. Auch in diesem Jahr gab es ein Semifinale und ein Finale. Die besten Zehn aus dem Semifinale qualifizierten sich in das Finale, für das 14 Länder des Vorjahres bereits qualifiziert waren.

Armenien nahm das erste Mal am Wettbewerb teil. Österreich und Ungarn verzichteten auf eine Teilnahme. Serbien-Montenegro wollte teilnehmen, aber zog dann zurück, da es zu Problemen bei der Auswahl des Songs zwischen den beiden Landesteilen kam. Es nahmen 37 Länder am Wettbewerb teil, aber Serbien-Montenegro durfte mit abstimmen.

Für Schweden ging Carola an den Start, die bereits ihr Land 1983 in München und Siegesreich 1991 in Rom vertrat. In Athen erreichte sie den 5. Platz im Finale. Auch Griechenland sendete eine Eurovision Song Contest Expertin an den Start, Anna Vissi. 1980 sang sie bereits für Griechenland und 1982 für Zypern. In Athen wurde sie, trotz Favoriten-Rolle, nur Neunte.

Gewonnen hat zum ersten Mal Finnland mit der Gruppe Lordi und ihrem Song Hard Rock Hallelujah. Die Punktevergabe wurde durch die EBU verkürzt. Der jeweilige nationale Sprecher gibt von nun an nur die drei höchsten Wertungen durch, die ersten sieben Wertungen erschienen sofort auf der Punktetafel.

Top 5 Finale

1. Finnland – Lordi – Hard Rock Hallelujah
2. Russland – Dima Bilan – Never Let You Go
3. Bosnien & Herzegowina – Hari Mata Hari – Lejla
4. Rumänien – Mihai Trăistariu – Tornerò
5. Schweden – Carola – Invincible

Semifinale

Das Semifinale fand zwei Tage zuvor am 18. Mai. Die Top Vier aus dem Semifinale schafften auch im Finale in die Top 5. Nut Litauen, das im Semifinale Platz 5 erreichte, kam im Finale auf Platz 6.

Top 5 Semifinale

1. Finnland – Lordi – Hard Rock Hallelujah
2. Bosnien & Herzegowina – Hari Mata Hari – Lejla
3. Russland – Dima Bilan – Never Let You Go
4. Schweden – Carola – Invincible
5. Litauen – LT United – We Are The Winners

Marija Šerifović nahm bereits 2005 an der serbisch-montenegrinischen Vorausscheidung Beovizija teil und wurde mit dem Song Ponuda Siebte. Für den Song erhielte sie den Preis für den besten Text. 2006 gewann sie das serbische Radiofestival mit dem Song U nedelju, wo sie für ihre Interpretation auch mit einem Sonderpreis geehrt wurde.

Nach dem Sieg beim ESC gab RTS einen Empfang im Belgrader Rathaus für Marija Šerifović. Obwohl der Empfang schon am Abend nach dem Sieg gegeben und alles innerhalb kürzester Zeit organisiert wurde, versammelten sich spontan über 70.000 Menschen vor dem Rathaus. Die Ehre eines solchen Empfanges wurde bislang ausschließlich Spitzensportlern zuteil.

Rundfunk: YLE
Datum: 10. – 12. Mai 2007
Ort: Hartwall Arena, Helsinki
Moderation: Jaana Pelkonen, Mikko Leppilampi
Gewinner: Marija Šerifović, Serbien

Der 52. Eurovision Song Contest fand am 10. und 12. Mai 2007 unter dem Motto “True Fantasy” in der Hartwall Areena in Finnlands Hauptstadt Helsinki statt. Auch in Helsinki galten die selben Regeln wie im Vorjahr: Die besten Zehn aus dem Semifinale qualifizierten sich in das Finale. Im Finale warteten bereits die besten 14 des Vorjahres, inkl. die Big Four.

Anlässlich des Eurovision Song Contest 2007 in Helsinki gab die finnische Post am 9. Mai 2007 einen Bogen mit 4 Briefmarken heraus. Auf einer Briefmarke ist Mister Lordi Tomi Putaansuu, auf der zweiten die komplette Band Lordi, auf der dritten die früheren finnische Eurovisionsteilnehmer Laila Kinnunen (1961), Marion Rung (1962, 1973), Kirka (1984) und Katri-Helena (1979, 1993) sowie auf der vierten das Symbol des Eurovision Song Contest mit der finnischen Flagge zu sehen.

Nach dem Ausscheiden des Schweizers DJ Bobo im Semifinale, wurden bei den internationalen Buchmachern Verka Serduchka aus der Ukraine, Dmitri Koldun aus Weißrussland, Marija Šerifović aus Serbien, die schwedische Band The Ark und die russische Mädchenband Serebro als Favoriten auf den Sieg gehandelt. Sieger wurde dann der serbische Beitrag Molitva, gesungen von Marija Šerifović. Ukraine wurde Zweiter und Russland Dritter.

Top 5 Finale

1. Serbien – Marija Šerifović – Molitva
2. Ukraine – Verka Serduchka – Dancing Lasha Tumbai
3. Russland – Serebro – Song # 1
4. Türkei – Kenan Doğulu – Shake It Up şekerim
5. Bulgarien – Eliza Todorowa & Stojan Jankulow – Water

Semifinale

Das Semifinale fand am 10. Mai statt. Nur Serbien und die Türkei waren auch im Finale unter die Top 5 platziert. Österreich schaffte mit Eric Papilaya keinen Einzug ins Finale. Der Song Get a Life – Get Alive wurde landete mit 4 Punkten auf dem vorletzten Platz.

Top 5 Semifinale

1. Serbien – Marija Šerifović – Molitva
2. Ungarn – Magdi Rúzsa – Unsubstantial Blues
3. Türkei – Kenan Doğulu – Shake It Up şekerim
4. Weißrussland – Dmitri Koldun – Work Your Magic
5. Lettland – Bonaparti.lv – Questa notte

Dima Bilan wurde sechs Mal in Folge (2005 – 2010) bei den MTV Russia Music Awards und bei den MTV Europe Music Awards als bester russischer Künstler ausgezeichnet. 2005 nahm er zum ersten Mal an der russischen Vorausscheidung teil und wurde dort mit dem Song Not That Simple Zweiter. Europaweit bekannt wurde er durch seine Teilnahme am Eurovision Song Contest 2006, wo er mit dem Song Never Let You Go auf dem zweiten Platz landete.

Beim seinem ESC-Sieg 2008 in Belgrad wurde er von dem erfolgreichen russischen Eiskunstläufer Jewgeni Pljuschtschenko auf der Bühne unterstützt. 2011 verlas er die russische Punktevergabe beim Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf.

2012 nahm er im Duett mit Yulia Volkova, die Mitglied der t.A.T.u. war, an der russischen Vorausscheidung teil. Mit dem Song Back to Her Future erreichten die Beiden den zweiten Platz.

Rundfunk: RTS
Datum: 20. – 24. Mai 2008
Ort: Belgrad Arena, Belgrad
Moderation: Željko Joksimović, Jovana Janković
Gewinner: Dima Bilan, Russland

Der 53. Eurovision Song Contest fand am 20., 22. und 24. Mai 2008 unter dem Motto “Confluence of Sound” in der Belgrad-Arena statt. Am Eurovision Song Contest 2008 nahmen 43 Länder teil, was einen neuen Teilnehmerrekord darstellte. Erstmals dabei waren Aserbaidschan und San Marino.

Ab diesem Jahr gibt es beim Wettbewerb zwei Semifinali und ein Finale. Im Finale sind von nun an nur die Big Four + Gastgeberland fix dabei. Alle andere Länder müssen durch die Semifinali durch. Die jeweilige Top 10 pro Semifinale qualifizieren sich in das Finale dazu.

Der Sieger in Belgrad wurde der russische Beitrag Believe. Dima Bilan erreichte bereits 2006 in Athen den 2. Platz für Russland. Platz 2 in Belgrad ging an Ani Lorak aus der Ukraine, Platz 3 belegte Griechenland mit Kalomoira.

Auch eine ehemalige Eurovision Song Contest Gewinnerin war in Belgrad dabei, nämlich Charlotte Perrelli aus Schweden, die 1999 den Wettbewerb in Jerusalem gewann. Obwohl sie mit ihrem Song Hero zum engsten Favoritenkreise gehörte, war sie in Belgrad weniger erfolgreich – nur Platz 18 im Finale. Auch für Deutschland war diese Eurovision Ausgabe ein Desaster – 23. Platz im Finale für No Angels und ihren Song Disappear.

Top 5 Finale

1. Russland – Dima Bilan – Believe
2. Ukraine – Ani Lorak – Shady Lady
3. Griechenland – Kalomoira – Secret Combination
4. Armenien – Sirusho – Qele, qele
5. Norwegen – Maria – Hold On Be Strong

Das zweite Semifinale

Das zweite Semifinale fand am 22. Mai statt. Den zehnten Qualifikationsplatz bestimmte eine Jury. Deren höchstgewertetes Land, das sich nicht unter den ersten neun Plätzen des Televotings befand, erhielt den zehnten Finalplatz, ungeachtet des Televoting-Ergebnisses.

Top 5 im zweiten Semifinale

1. Ukraine – Ani Lorak – Shady Lady
2. Portugal – Vânia Fernandes – Senhora do mar
3. Dänemark – Simon Mathew – All Night Long
4. Kroatien – Kraljevi Ulice & 75 Cents – Romanca
5. Georgien – Diana Gurtskaya – Peace Will Come

Das erste Semifinale

Das erste Semifinale fand 20. Mai statt. Auch hier bestimmte eine Jury den zehnten Qualifikationsplatz, den sowohl im Televoting als auch bei der Jury-Wertung Polen erhielte.

Top 5 im ersten Semifinale

1. Griechenland – Kalomoira – Secret Combination
2. Armenien – Sirusho – Qele, qele
3. Russland – Dima Bilan – Believe
4. Norwegen – Maria – Hold On Be Strong
5. Israel – Boaz Mauda – The Fire in Your Eyes

Mit 387 Punkten erreichte Alexander Rybak die bislang höchste Punktzahl und mit 169 Punkten den größten Vorsprung in der Geschichte des Eurovision Song Contests. Zuvor bei der norwegischen Vorausscheidung gewann er auch mit einem großen Vorsprung zum zweitplatzierten: er erhielte 747.888 Punkte, Tone Damil Aaberge 121.856 Punkte. Der Song Fairytale belegte im Frühjahr 2009 acht Wochen lang Platz eins der norwegischen Charts.

Bereits 2004 erhielte er in Norwegen den renommierten Anders-Jahres-Kulturpreis. Zwei Jahre später gewann er mit seinem selbstkomponierten Song Foolin’ den Talentwettbewerb Kjempesjansen des Norwegischen Rundfunks.

Mit 387 Punkten erreichte Alexander Rybak die bislang höchste Punktzahl und mit 169 Punkten den größten Vorsprung in der Geschichte des Eurovision Song Contests. Bereits 2004 erhielte er in Norwegen den renommierten Anders-Jahres-Kulturpreis. Zwei Jahre später gewann er mit seinem selbstkomponierten Song Foolin’ den Talentwettbewerb Kjempesjansen des Norwegischen Rundfunks.

Rundfunk: C1R
Datum: 12. – 16. Mai 2009
Ort: Olimpiysky Arena, Moskau
Moderation: Ivan Urgant, Alsou
Gewinner: Alexander Rybak, Norwegen

Der 54. Eurovision Song Contest fand am 12., 14. und 16. Mai 2009 in Moskau unter dem Motto „Fire Bird“ statt. Insgesamt nahmen 42 Länder am Wettbewerb teil. Es hätten eigentlich 43 Länder teilgenommen, am 11. März 2009 zog Georgien die Teilnahme jedoch zurück, da Georgien den Text von We don’t wanna put in nicht ändern wollte. Dem Gesang nach richtete sich der Song gegen Russlands Wladimir Putin. Die Slowakei war nach elfjähriger Abstinenz wieder dabei.

Der im Vorfeld genannte Top-Favorit Norwegen schaffte auch den Sieg in Moskau mit einem Rekord von 387 Punkten. Der norwegische Beitrag Fairytale wurde vom gebürtigen Weißrussen Alexander Rybak gesungen. Für Großbritannien ging die Sängerin Jade Ewen an den Start mit dem von Andrew Lloyd Webber komponiertem Song It´s My Time. Frankreich sendete einen Weltstar zum Wettbewerb nach Moskau, nämlich Patricia Kaas. Sie erreichte Platz 8 im Finale. Griechenland und Malta entsandten ehemalige Eurovision Teilnehmer erneut zum Wettbewerb: Sakis Rouvas und Chiara.

Top 5 im Finale

1. Norwegen – Alexander Rybak – Fairytale
2. Island – Johanna – Is It True?
3. Aserbaidschan – AySel & Arash – Always
4. Türkei – Hadise – Düm tek tek
5. Großbritannien – Jade Ewen – It’s My Time

Das zweite Semifinale

Das zweite Semifinale fand am 14. Mai statt und wurde, genau wie das erste Semifinale, von zwei anderen Moderatoren durchgeführt – Natalja Wodjanowa und Andrei Malachow. Damit wurde zum ersten Mal in der Geschichte des ESC in den Semifinali ein anderes Moderatorenpaar eingesetzt als im Finale.

Im Semifinale zählte das Televoting für die ersten neun Plätze. Der 10. Startplatz wurde mittels Wildcard der Jury an das Land vergeben, das die meisten Stimmen der Jury erhalten hat und nicht unter den ersten neun Plätzen im Televoting platziert war. Diese erhielte Kroatien, womit Serbien, Platz 10 im Televoting, ausschied.

Top 5 im zweiten Semifinale

1. Norwegen – Alexander Rybak – Fairytale
2. Aserbaidschan – AySel & Arash – Always
3. Estland – Urban Symphony – Rändajad
4. Griechenland – Sakis Rouvas – This Is Our Night
5. Moldau – Nelly Ciobanu – Hora din Moldova

Das erste Semifinale

Auch im ersten Semifinale vergab die Jury die Wildcard. Diese erhielte Finnland, womit Mazedonien, als Zehnter im Televoting ausschied.

Top 5 im ersten Semifinale

1. Island – Johanna – Is It True?
2. Türkei – Hadise – Düm tek tek
3. Bosnien & Herzegowina – Regina – Bistra Rijeka
4. Schweden – Malena Ernman – La voix
5. Armenien – Inga und Anusch – Jan Jan