Allgemeine Infos

Eurovision History

Auf folgenden Seiten findest du die allgemeine Informationen wie auch die Geschichte des Eurovision Song Contest nach Dekaden sortiert. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir auch interessante Einzelheiten hinfügen. Sollte uns in der Rubrik ein oder anderer Fehler unterlaufen, fühle dich frei uns die Korrektur hier zu senden.


Der Eurovision Song Contest, früher auch Concours Eurovision de la Chanson genannt, ist ein internationaler Musikwettbewerb, der seit 1956 jährlich von der Europäischen Rundfunkunion (EBU) im Rahmen der Eurovision veranstaltet wird. Die Premiere war sehr stark von dem 1951 ins Leben gerufenen San-Remo-Festival beeinflusst. Grundsätzlich können alle Mitgliedsländer der EBU teilnehmen, der auch einige Radio- und Fernsehstationen asiatischer und afrikanischer Staaten angehören. Jedes teilnehmende Land schickt ein Song in das Rennen.

Am ersten Wettbewerb 1956 in Lugano in der Schweiz nahmen nur sieben Länder mit je zwei Beiträgen teil. In den folgenden Jahren hatten immer mehr Länder Interesse am Wettbewerb. Jugoslawien nahm als einziges sozialistisches Land regelmäßig am ESC teil. Seit 1990 können durch die Auflösung der Intervision und der gleichzeitigen EBU-Erweiterung auch die osteuropäischen Länder teilnehmen. Damit der Abend wegen der Vielzahl der Länder nicht zu sehr in die Länge gezogen wird, hatte die EBU, in der Anfangszeit, die Zahl der Teilnehmer begrenzt. Dabei mussten die letztplatzierten Teilnehmer ein Jahr aussetzen, hatten aber dann automatisch die Berechtigung, im darauffolgenden Jahr teilzunehmen. Diese Regel wurde aber immer wieder leicht modifiziert.

1996 wurde beschlossen, dass die vier Mitglieder, die den größten Anteil des EBU-Etats tragen, automatisch für die Teilnahme qualifiziert sind. Der Grund für diese Regeländerung lag darin, dass der deutsche Beitrag 1996 bei einer internen Juryvorauswahl ausgeschieden war. Man befürchtete, die finanzstarken Mitgliedsländer würden auf Dauer der Veranstaltung fernbleiben. Seitdem sind Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien gesetzt. Diese Ländergruppe wird deshalb auch als Große Vier (Big Four) bezeichnet. Ursprünglich galt diese Sonderregelung auch für Italien, doch die Italiener nehmen schon seit 1994 nicht mehr teil (dazwischen eine Teilnahme 1997).

Seit 2004 wird der internationale Wettbewerb in einer Qualifikations- und einer Finalrunde ausgetragen, die an zwei verschiedenen Abenden stattfinden. An der Vorrunde teilnehmen können alle aktiven Mitglieder der EBU. Für die Finalrunde sind, neben den vier Gesetzten, der Ausrichter sowie die neun Punktbesten des Vorjahres automatisch qualifiziert. Hinzu kommen die zehn bestplatzierten Lieder der Qualifizierungsrunde.

Seit 2008 gibt es zwei Semifinale und neue Regeln. Für das Finale sind nun mehr die vier Gesetzten und der Gastgeber gesetzt. Alle andere Länder müssen durch die Semifinale. Die Top 9 aus jedem Semifinale werden durch das Televoting ermittelt, das zehnte Land wird jeweils durch die Backupjury ausgewählt.

Teilnahmeregel

  • Der Song darf nicht länger als 3:00 Minuten (ca. 5 Sekunden mehr sind erlaubt) dauern
  • Die Interpreten müssen mindestens 16 Jahre alt sein
  • Jeder Interpret darf in einem Jahr nur für ein Land antreten
  • Es dürfen nicht mehr als sechs Personen auf der Bühne mitwirken
  • Der Song muss live gesungen werden
  • Song oder Auftritt dürfen keine politische Botschaft enthalten oder dem Wettbewerbsimage schaden
  • Beim Auftritt dürfen keine Tiere mitwirken
  • Die Songs dürfen frühestens am 1. Oktober des Vorjahres veröffentlicht werden (diese Regel wurde 2003 eingeführt, nachdem immer mehr Titel als Downloads im Internet auftauchten)
  • Es muss sich um einen Originalsong handeln
  • Die Instrumental-Musik wird als Playback eingespielt. Zum letzten Mal wurde den Interpreten 1998 die Möglichkeit geboten, sich durch ein Orchester live begleiten zu lassen
  • Zeitweise wurde eine Sprachregelung eingeführt: Jeder Interpret musste in seiner Landessprache singen. Die Regel galt von 1966 bis 1972 und von 1977 bis 1998, seit 1999 ist den Interpreten die Sprache, in der ihr Beitrag gesungen wird, wieder freigestellt
  • Alle Teilnehmerländer, die in einem Semifinale antreten, dürfen auch für dieses abstimmen. Die für das Finale gesetzten Großen Vier und das Gastgeberland dürfen nach Losentscheid für ein Semifinale abstimmen. Im Finale stimmen alle Teilnehmerländer ab, auch wenn sie im Semifinale ausgeschieden sind

Siegreiche und Sieglose Länder

Sieg

  • 7 Siege: Irland
  • 5 Siege: Großbritannien, Frankreich, Luxemburg
  • 4 Siege: Niederlande, Schweden
  • 3 Siege: Israel

Kein Sieg trotz vieler Teilnahme

  • 39 Teilnahmen: Portugal (6. Platz 1996)
  • 23 Teilnahmen: Zypern (5. Platz 1982, 1997, 2004)
  • 18 Teilnahmen: Island (2. Platz 1999)
  • 17 Teilnahmen: Malta (2. Platz 2002 und 2005)

Letzte Plätze

  • 10-mal: Norwegen
  • 8-mal: Belgien, Finnland
  • 7-mal: Österreich

Startnummern, die oft gewannen:

  • 6-mal: die jeweils letzte Startnummer im Rennen und die Startnummer 17
  • 5-mal: Startnummer 8 und 14
  • 4-mal: Startnummer 3 und 9
  • 3-mal: Startnummern 1, 11, 13, 18 und 20
  • Noch nie: Startnummern 2, 16 (im Finale), 21, 25 und 26

Links: wikipedia, youtube


Eurovision History

Internationale Erfolge

Der Eurovision Song Contest brachte im Laufe seiner mehrere Jahrzehnte umspannenden Geschichte zahlreiche Songs hervor, die zu internationalen Erfolgen und bisweilen zu Evergreens wurden. Aus der Frühphase seien hier Italiens Beiträge Nel blu dipinto die blu (Volare) und Piove (Ciao ciao bambina) genannt, beide vorgetragen von Domenico Modugno.

Seine kommerzielle Hochphase erlebte der Eurovision Song Contest ab Mitte der Sechziger bis in die späten Siebziger Jahre. Puppet On A string avancierte 1967 für Sängerin Sandie Shaw zum weltweiten Radio- und Hitparadenerfolg und wurde in Werbespots oder auf Modenschauen jener Zeit als Untermalung eingesetzt. Aus demselben Jahrgang eroberte der Luxemburger Beitrag von Vicky Leandros L´amour est bleu in einer Instrumental-Version von Paul Mauriat Platz 1 der US-Billboard-Charts.1972 gewann Vicky Leandros mit Aprés toi den Wettbewerb und verkaufte von der Single in mehreren Sprachversionen weltweit über 5,5 Millionen Exemplare. ABBAs Waterloo übertraf diese Marke 1974 und verkaufte sich rund 6 Millionen mal. Übertrumpft wurden die vier Schweden 1976 von der britischen Gruppe Brotherhood Of Man, deren Save Your Kisses For Me es auf 6,5 Millionen weltweit abgesetzte Tonträger brachte.

Als Beispiele weiterer internationaler Tophits seien noch erwähnt: Congratulations von Cliff Richard, All Kinds Of Everything von Dana, Beg, Steal Or Borrow von den New Seekers, Eres tú von Mocedades, Si von Gigliola Cinquetti, Dschinghis Khan von Dschinghis Khan, What´s Another Year von Johnny Logan, Ein bißchen Frieden von Nicole, Gente di mare von Umberto Tozzi & Raf, Insieme 1992 von Toto Cutugno, Diva von Dana International und Fly On The Wings Of Love von den Olsen Brothers.