Israel in Eurovision

Dana International (1998)
Israel nimmt seit 1973 am Eurovision Song Contest teil und konnte diesen dreimal gewinnen: 1978 mit Yizhar Cohen & The Alpha-Beta, 1979 mit Gali Atari & Milk and Honey und 1998 mit Dana International.

Der erste ESC-Teilnehmer Israels war die Sängerin Ilanit, die mit dem Song ´Ey sham den 4. Platz 1973 in Luxemburg erreichte. Als Sicherheitsmaßnahme vor einem Attentat musste sie bei ihrem Auftritt eine schusssichere Weste unter ihrem Kleid tragen. 1977 vertrat sie erneut Israel beim Wettbewerb in London und erreichte dort mit dem Song Ahava Hi Shir Lishnayim den 11. Platz.

1978 in Paris gewann Israel zum ersten Mal den Eurovision Song Contest mit Izhar Cohen and the Alphabeta und dem Song Abanibi. 1979 fand der Wettbewerb dann in Jerusalem statt, wo Israel mit Milk and Honey und dem Song Hallelujah erneut Siegesreich war. 1980 war Israel erneut zur Austragung des Wettbewerbs berechtigt, sagte aber die Teilnahme ab, da der Wettbewerb an Jom haZikaron, dem Gedenktag an die gefallenen israelischen Soldaten und Opfer des Terrorismus, stattfand.

Israel war in den 1980ern relativ erfolgreich beim Eurovision Song Contest. Zwei Teilnehmer kamen auf dem zweiten Platz: 1982 gelang dies Avi Toledano mit dem Song Hora und gleich ein Jahr später 1983 Ofra Haza mit dem Song Chai. Im Februar 2000 verstarb Ofra Haza an Organversagen als Folge einer HIV-Infektion. Sie wurde am 24. Februar 2000 auf dem Yarkon-Friedhof im Norden von Tel Aviv beigesetzt.

1991 in Rom schaffte Duo Datz mit dem Song Kan auf den dritten Platz eher dann 1998 in Birmingham Dana International mit dem Song Diva siegreich war. Ihre Teilnahme in Briminham wurde von Skandalen begleitet: Die Teilnahme der transsexuellen Dana International sorgte in ihrem Heimatland für Widerstand in religiösen Kreisen, die forderten, einen konservativeren Beitrag in den Wettbewerb zu entsenden. Im Nachbarland Ägypten wurde die arabische Version ihres Songs verboten. Dana Internattional versuchte 2011 in Düsseldorf noch einmal ihr Glück beim Eurovision Song Contest und schied mit dem Song Ding Dong im zweiten Semifinale aus.

Seit Einführung der Semifinals im Jahr 2004 schafften drei israelische Beiträge in die Top 10. 2005 gelang dies Shiri Maymon mit dem Song Hasheket Shenish’ar (Platz 4), 2008 Boaz Mauda mit dem von Dana International geschriebenen Song The Fire In Your Eyes (Platz 8) und 2015 Nadav Guedj mit dem Song Golden Boy (Platz 9). Sechs weitere Beiträge haben die Qualifikationsrunden nicht überstanden. Darunter auch der wunderschöne Song Rak Bishvilo 2013 in Malmö, gesungen von Moran Mazor.