Die 29-jährige Songwriterin kommt aus Straubing und ist Kandidatin bei der deutschen Vorentscheidung.

Lilly among clouds hat eine himmlische Gesangstimme. Sie bleibt aber doch am liebsten auf dem Boden und schreibt Lieder, wann immer sie kann. Wir haben mit ihr über die schlechten und guten Seiten des Songwritings gesprochen. Und natürlich auch über ihren Auftritt.

Lilly, als du erfuhrst, dass du bei „Unser Lied für Israel“ mitmachst – Was ging dir durch den Kopf?
Lilly among clouds: Da ich mich nicht beworben hatte, sondern vom NDR eingeladen wurde, war es ein „Wie kommen die denn auf mich? Ist die Mail überhaupt echt?“

„Surprise“ heißt dein Song. Womit möchtest du uns überraschen?
Das sag ich nicht, sonst wäre es ja keine Überraschung mehr. Ich hoffe allerdings, dass mein Lied die Zuschauer nicht nur erstaunt oder bewegt, sondern dass sie auch im richtigen Leben wieder mehr Lust auf Überraschung und Abenteuer abseits der gemütlichen Couch bekommen.

Was ist das Schwierigste am Songwriting?
Die ständige Selbstkritik, die nicht aufhört, auch wenn der Song schon fertig ist. Das Schreiben an sich fällt mir eher leicht. Ich brauche das fast schon wie so eine Art Therapie, um mit mir und meinem vollen Kopf klar zu kommen. Schwer fällt mir, jemandem den Song dann zum ersten Mal vorzuspielen. Denn nur weil mir der Song gut tut und aus meinem Herzen spricht, weiß ich ja nie, ob das Lied richtig verstanden wird und ob man es gerne hören mag. Da werde ich jedesmal wieder nervös. Mein Produzent Udo Rinklin macht sich mittlerweile beim ersten Vorspielen immer schon grinsend einen Spaß und sagt: „So, jetzt fängst du eh wieder vier mal den neuen Song an, brichst ihn mittendrin ab, spielst weiter um nochmal abzubrechen und dich dann dafür zu entschuldigen, dass der Song nicht gut ist“. Hat er leider total recht damit.

Welche Dinge bringen dich beim Liederschreiben wieder auf die Spur?
Zeit! Sobald es etwas ruhiger ist zuhause, kribbelt es mir schon in den Fingern. Wie bei einem Maler, der halt Malen gehen muss.

Der Vorentscheid findet in Berlin statt. Du hast ja dort schon bei Noir-TV auf der Bühne gestanden. Wie hat es dir in der Stadt und bei der Sendung gefallen?
Berlin ist toll und spannend. Manchmal ein bisschen schmuddelig, aber dafür hat es mich schon so oft mit seiner Kreativität oder romantisch-verwachsenen Grünflächen überrascht. Ich habe dort schon ganz tolle versteckte Gärten entdeckt, die von der Stadt geduldet werden oder andere verrückte Flecken. Viele Großstädte wirken oft überkorrekt, dass es mich eher langweilt. Da gibt es wenig Überraschendes zu entdecken. Berlin dagegen ist irgendwie etwas bunter, das steht der Stadt einfach sehr gut. Die Sendung TV Noir war übrigends wundervoll! Superwitzige Spiele, tolles Team, Tex ist ein toller Moderator und das Publikum war total dabei.

Wenn du einen Gegenstand auf die Bühne mitnehmen möchtest, welcher wäre das: Eine Kiste voll mit Luftballons, eine aufblasbare Wolke oder künstliches Gewitter?
Das künstliche Gewitter klingt toll! Es gibt eine Stelle im Song, die mich irgendwie an einen aufbrausenden Sturm erinnert und die ich mir schön inszeniert vorstellen kann! Den Regen danach aber gerne weglassen – nass performen will ich dann doch nicht!

Das Interview mit Lilly among clouds haben wir schriftlich geführt.

1 KOMMENTAR

  1. Faszinierend, eindrucksvoll ehrlich und absolut vielversprechend! Von Herzen nur das Beste, auf Lillys weiterem Weg…!! WoMo

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