Monaco in Eurovision

Séverine (1971)
Monaco nahm erstmals 1959 und bis einschließlich 1979 jedes Jahr am Eurovision Song Contest teil. 1980 zog man sich dann aus Desinteresse vom Wettbewerb zurück. Erst 2004 war Monaco wieder beim Eurovision Song Contest vertreten, bleibt aber seit 2007 wieder dem Wettbewerb fern.

Zwischen 1959 und 1979 war Monaco eines der erfolgreichsten Länder beim Eurovision Song Contest. 16 der 21 Beiträge landeten unter die Top 10! Die erste Platzierung unter die Top 5 kam schon bei der zweiten Teilnahme 1960 in London, wo François Deguelt mit Ce soir-là den dritten Platz erreichte. Zwei Jahre später belegte er mit Dis rien den zweiten Platz in Luxemburg.

Auch die Beiträge der Folgejahren landeten unter die Top 5. 1963 erreichte Françoise Hardy mit L’amour s’en va Platz fünf, 1964 kam Romuald mit Où sont-elles passées? auf Platz drei. 1974 vertritt Romuald das zweite Mal das Fürstentum beim ESC und belegte mit Celui qui reste et celui qui s’en va Platz vier.

1971 sendete der monegassische Sender die Sängerin Séverine zum Wettbewerb nach Dublin. Dort sang sie den Song Un banc, un arbre, une rue und landete damit den einzigen Sieg Monacos beim Eurovision Song Contest. In einem späterem Interview sagte sie, sie war noch nie in Monaco, wurde auch nach dem Sieg nie von monegassischem Rundfunk eingeladen dorthin zu kommen.

Nach diesem Sieg schafften die Teilnehmer Monacos vier weitere Male in die Top 5. Neben erwähnten Romuald im Jahr 1974 kam noch Mary Cristy 1976 mit Toi, la musique et moi auf Platz drei, Michèle Torr 1977 mit Une petite Française auf Platz vier, wie ebenso Caline & Olivier Toussaint 1978 mit Dans les jardins de Monaco.

Zwischen 1980 und 2003 legte Monaco eine ESC-Pause ein. 2004, 2005 und 2006 war man wieder mit von der Partie, schaffte man aber keine Qualifikation ins Finale. Seit 2007 nimmt Monaco nicht mehr am ESC teil.

Kaum einer der monegassischen Eurovision Song Contest Teilnehmer kam aus dem Fürstentum. Die einzige Ausnahme ist die monegassische Sängerin Maryon (2004). Die meisten Interpreten stammten aus Frankreich, Tereza (Kesovija) aus dem damaligen Jugoslawien, die selbst 1972 Jugoslawien vertrat. Auch Franzosen Romuald (1964, 1974) und Michèle Torr (1977) haben außer Monaco den Kleinstaat Luxemburg vertreten. Romuald 1969, Michéle Torr 1966.