Montenegro in Eurovision

Sergej Ćetković (2014) war der erste Teilnehmer Montenegros, der eine Qualifikation ins ESC-Finale schaffte.
Montenegro ist seit 2007 beim Eurovision Song Contest vertreten, schaffte bis heute jedoch nur zweimal sich ins Finale zu qualifizieren.

Montenegro nimmt als eigenständiger Staat seit 2007 am Eurovision Song Contest teil. Die ersten drei Teilnehmer schafften keine Qualifikation ins Finale, sodass Montenegro 2010 und 2011 nicht am Wettbewerb teilnahm – weniger wegen Ergebnisse, eher aus finanziellen Gründen. 2012 kehrte das Land zum Wettbewerb zurück, aber weder Rambo Amadeus mit Euro Neuro 2012 in Baku – wusstet ihr eigentlich, dass Euro in Montenegro das offizielle Zahlungsmittel ist, obwohl das Land kein Mitglied der EU ist? – noch Who See feat. Nina Žižić mit Igranka 2013 in Malmö ins Finale schafften.

Der erste montenegrinische Finalist war der Sänger Sergej Ćetković. 2014 in Kopenhagen erreichte er mit dem selbst geschriebenen Song Moj svijet jedoch nur den 19. Platz. Ein Jahr später, 2015 in Wien, erreichte der Sänger Knez das beste Ergebnis Montenegro beim Eurovision Song Contest – Platz 13 im Finale mit dem Song Adio. Der Song wurde von Željko Joksimović komponiert, der mit diesem Song eigentlich das schlechteste Ergebnis von allen seinen ESC-Beiträge erreichte.

2016 wagte Montenegro ein musikalisches Experiment und schickte die Band Highway zum Eurovision Song Contest nach Stockholm ins Rennen. Das Experiment gelang nicht ganz. Mit dem Song The Real Thing belegte die Band Platz 13 im ersten Semifinale und verabschiedete sich somit vom Wettbewerb.

2017 wählte man Slavko Kalezić als Landesvertreter für Kiew. Die selbsternannte Diva legte mit Space und Paracetamol – sie war ja krank – einen farblosen Auftritt und schied flott im ersten Semifinale aus. Ob der Auftritt in einem gesundem Zustand besser gewesen wäre ist ja fraglich. Jedenfalls, nach dem Ausscheiden im Semifinale fluchte und schimpfte Slavko über alles mögliche auf seinen Social Media Kanäle. Eine Diva eben.

Von 1961 bis 1992 nahm Montenegro unter der Flagge der SFR Jugoslawien am Eurovision Song Contest teil. TV Titograd (der damalige Name von RTCG) stellte dabei 1983 und 1984 den Beitrag. 1983 erreichte Daniel mit Džuli den vierten Platz, 1984 kamen Vlado Kalember und Izolda Barudžija mit Ciao amore nur auf den vorletzten 18. Platz.