Portugal in Eurovision

Lúcia Moniz (1996)
Portugal nimmt seit 1964 am Eurovision Song Contest teil und gehört zu den erfolglosesten Länder im Wettbewerb. Das beste Ergebnis des Landes erzielte Lúcia Moniz mit dem Song O meu coração não tem cor 1996 in Oslo. Es war der sechste Platz.

Abgesehen von Lúcia Moniz kamen nur noch acht weiteren Beiträge unter die Top 10, wie z.B. A festa da vida von Carlos Mendez (Platz Sieben, 1972) oder Um grande, grande amor von José Cid (Platz Sieben 1980). Er ist in Portugal einer der bekanntesten Pop-Rock-Sänger.

In den 1980er schaffte kein weiterer portugiesischer Beitrag unter die Top 10. 1991 kam dann Dulce Pontes mit dem wunderschönen Song Lusitana paixão nach Rom und erzielte dort den achten Platz unter 22 Teilnehmer. Zwei Jahre später, 1993, veröffentlichte sie ihr zweites Album Lágrimas, das in Portugal eines der bestverkauften Alben aller Zeiten wurde.

1994 in Dublin schaffte auch Sara Tavares mit Chamar a música auf Platz acht. Nach diesem Erfolg avancierte sie zu einer nationalen Berühmtheit in Portugal.

Zwei Jahre später, 1996 in Oslo, wurde Lúcia Moniz dem Song O meu coração não tem cor Sechste. Obwohl dies die bisher beste und letzte Platzierung Portugals unter die Top 10 war, blieb der Song O meu coração não tem cor in Portugal ziemlich unbekannt.

Seit Einführung der Semifinali im Jahr 2004 schafften nur noch drei Song eine Qualifikation ins ESC-Finale. Zunächst gelang dies Vânia Fernandes 2008 in Belgrad mit dem Song Senhora do mar, mit dem sie „Festival da Canção“, die portugiesische nationale Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest, konkurrenzlos gewann. Der Song Senhora do mar erhielte dort 17.650 Stimmen – 10.000 mehr als der Zweitplatzierte Alex Smith mit Obrigatório ter. Es schien als ob Portugal mit dem Song Senhora do mar das beste Ergebnis von 1996 übertreffen würde. Aber, nach dem zweiten Platz im zweiten Semifinale landete der Song Senhora do mar im Finale nur auf dem dreizehnten Platz.

Ein Jahr später, 2009 in Moskau, schaffte auch die Band Flor-de-Lis die Qualifikation ins Finale, wo sie mit dem Song Todas as ruas do amor Platz fünfzehn erreichte.

Auch 2010 in Oslo qualifizierte sich Portugal mit der Sängerin Filipa Azevedo ins Eurovision Song Contest Finale. Dort wurde sie mit dem Song Há dias assim Achtzehnte. Mit diesem Song gewann Filipa zuvor die nationale Vorausscheidung „Festival da Canção“ und zwar mit nur einem Punkt Vorsprung.

Seit 2011 gab es keine Qualifikation Portugals mehr ins Eurovision Song Contest Finale. 2013 und 2016 war Portugal aus finanziellen Gründen nicht beim Eurovision Song Contest vertreten.