Rumänien in Eurovision

Paula Seling & Ovi (2010, 2014)
Rumänien nimmt seit 1994 am Eurovision Song Contest teil, konnte diesen bislang noch nicht gewinnen. Die besten Ergebnisse Rumäniens sind zwei dritte Plätze 2005 in Kiew durch Luminița Anghel & Sistem und 2010 in Oslo durch Paula Seling & Ovi.

Bereits 1993 nahm Rumänien an der osteuropäischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teil, konnte sich aber mit der Sängerin Dida Drăgan und dem Song Nu pleca nicht fürs Finale in Millstreet qualifizieren. Somit fand die erste Teilnahme 1994 in Dublin mit Dan Bittman und dem Song Dincolo de nori statt.

Danach war Rumänien 1995 für den Wettbewerb automatisch nicht qualifiziert, 1996 scheiterte man dann mit Monica Anghel & Sincron und dem Song Rugă pentru pacea lumii wieder in einer Vorrunde, 1997 verzichtete man dann überhaupt auf eine Teilnahme. Erst 1998 war Rumänien wieder beim ESC in Birmingham dabei. Dort erreichte Mălina Olinescu mit dem Song Eu cred den 22. Platz. Die Sängerin litt an Depressionen. Am 12. Dezember 2011 beging sie Suizid, indem sie aus dem Fenster ihrer im sechsten Stock gelegenen Wohnung sprang.

2002 kehrte Monica Anghel gemeinsam mit Marcel Pavel zum Eurovision Song Contest zurück. In Tallinn sangen die Beiden den Song Tell Me Why und erreichten damit die erste Top 10 Platzierung Rumäniens beim Eurovision Song Contest. Es war ein neunter Platz. Gleich ein Jahr später, 2003 in Riga, landete die Sängerin Nicola mit ihrem „hysterischen“ Song Don´t Break My Heart auf Platz 10.

2005 und 2006 kamen dann die ersten Top 5 Platzierungen Rumäniens beim Eurovision Song Contest. 2005 in Kiew landeten Luminița Anghel & Sistem mit dem Song Let Me Try auf Platz drei, 2006 in Athen erreichte Mihai Trăistariu mit dem Song Torneró Platz vier.

2010 in Oslo wiederholten Paula Seling & Ovi den Erfolg von 2005, Platz drei mit dem Song Playing With Fire. Die Beiden versuchten ein zweites Mal ihr Glück beim Eurovision Song Contest und zwar 2014 in Kopenhagen. Dort sangen sie den Song Miracle, mit dem sie im Finale jedoch nur Platz zwölf belegten. Nach 2010 erreichte keine der Beiträge eine Top 10 Platzierung mehr. Allerdings ist Rumänien eines der wenigen teilnehmenden Länder, das immer eine Qualifikation ins Finale erreichte.

2016 in Stockholm sollte Ovidiu Anton mit dem Song Moment Of Silence für Rumänien an den Start gehen. Allerdings gab die EBU am 22. April jedoch bekannt, Rumänien wegen einer abgelaufenen Frist am 21. April über die Zahlung von 16 Millionen Schweizer Franken vom Wettbewerb ausgeschlossen zu haben. Rumänien ist damit das erste Land, das wegen nicht getilgter Schulden bei der Europäischen Rundfunkunion (EBU) disqualifiziert wurde. Ganz bitter war das jedoch für Ovidiu, vor allem, weil er bereits 2010, 2012, 2013 und 2015 erfolglos versuchte, Rumänien beim Eurovision Song Contest zu vertreten. Nach dieser Disqualifikation gab Ovidiu bekannt, nie wieder zum Eurovision Song Contest fahren zu wollen.