Eine Startreihenfolge aus Sicht von Eurovision Austria

Seit 2013 liegt die Start-Nr. eines jeden nicht mehr in einer Lostrommel, sondern in den Händen des Produktionsteam. Christer Björkman durfte damals die Lieder verteilen, allein das Los entschied, in welcher Hälfte des Halbfinals ein Land starten würde. So machen wir uns nun einen Spass daraus, Produktion zu spielen. Hier unser Vorschlag fürs 1. Halbfinale.

In wenigen Tagen wird das Produktionsteam in Israel die echte Startreihenfolge bekannt geben. Wie 2013 in Malmö, 2016 in Stockholm, 2017 in Kiew und 2018 in Lissabon obliegt es Christer Björkman als Mitglied der Produktion die Reihenfolge mitzubestimmen. Ende Januar wurden die Länder des einzelnen Halbfinals und ihren jeweiligen Hälften zugelost. Genau wie auf die zukünftigen Siegchancen eines jeden Landes gewettet wird, so löst auch die Startreihenfolge manche Spekulation aus.

Die Verantwortung der Startreihenfolge in die Händen der Produktion zu legen sollte den Spannungsbogen innerhalb der Sendung konstant hoch halten.

Ein flüssiger Wechsel von Balladen und schnelleren Beiträgen, eine gute Mischung zwischen Nationalsprachen und Englisch und eine visuelle Veränderung zwischen weiblich und männlich dominierten Darbietungen.

Es gibt eine Komponente, die wir leider kaum berücksichtigen können, das sind die Umbauten, die zwischen den Liedern notwendig sind und eine Werbepause erfordern.

Unser Vorschlag für die erste Hälfte des ersten Halbfinals

In der ersten Hälfte warten fünf weiblich dominierte Acts und vier nicht vornehmlich englischsprachige Lieder.

1. Weissrussland: Zena – Like It
Zu Beginn brauchen wir einen Song, der ganz dynamisch den Zuschauer abholt. Ein richtiger Kracher fehlt in dieser Hälfte. Weissrussland kommt als einziges zügig in die Gänge.

2. Polen: Tulia – Pali się (Fire Of Love)
Bei Start-Nr 2 muss ein starker Titel her, da dieser Platz schnell zum Vergessen einlädt. Kraftvoll mit einem Sprachenmix kommen Tulia daher, was die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird.

3. Montenegro: D-Moll – Heaven
Nun darf etwas klassischer Eurovisionsklang kommen und den hat in diesem Jahr Montenegro.

4. Slowenien: Zala Kralj & Gašper Šantl – Sebi
Sehr schwer einzuordnen ist der slowenische Beitrag. Da sehr ruhig darf der Titel nicht untergehen. Wir haben diesen Song zwischen Montenegro und dem finnischen Beitrag, der auch eher ruhig beginnt, gesetzt.

5. Finnland: Darude feat. Sebastian Rejman – Look Away
Den moderneren Sound bringt Finnland mit, auch wenn er nicht so aggressiv dynamisch sich präsentiert. Daher kann man das Lied gut nach Slowenien setzen.

6. Serbien: Nevena Božović – Kruna
Als Nächstes braucht es nun einmal eine Hymne, mit der Serbien an den Start geht.

7. Tschechien: Lake Malawi – Friend Of A Friend
Ruhig, aber mit moderner Dynamik kommt Lake Malawi daher. Trotz des starken Endes der Serbin kann man den ruhigen eher hoch gesungenen Song der Tschechen setzen, da seine Schnelligkeit den Zuschauer fesselt.

8. Ungarn: Joci Pápai – Az én apám
Mit traditionellen Klängen präsentiert sich Ungarn. Ein guter Kontrast zu den jugendlich frischen Song aus Tschechien.

9. Zypern: Tamta – Replay
Das Produktionsteam setzt gern renommierte Stars an das Ende der ersten Hälfte. Als Beispiele dürfen wir Dami Im aus Australien und Sergey Lazarev aus Russland 2016 nennen. Zudem bringt Zypern dieses Jahr wieder einen sehr facettenreichen Beitrag, der den Zuschauer bei Laune hält.

Hier der Vorschlag für die zweite Hälfte des ersten Halbfinals

Der spätere Part bietet nur zwei weibliche Performances, aber mit Australien, Island und Portugal gleich drei extravagante Beiträge und zudem drei nicht englischsprachige Songs.

Wo die Pausen gesetzt werden, ist noch nicht klar, aber es ist anzunehmen, dass die Nummer 10 ohne Unterbrechung auf den Startplatz 9 folgen wird.

10. Georgien: Oto Nemsadze – Sul tsin iare
Nach gängiger Popmusik kann nun wieder etwas mehr Drama folgen. Georgien lässt seinen Song in Landessprache und balladesken Charakter erklingen. Ein guter Kontrast an dieser Stelle.

11. Estland: Victor Crone – Storm
Die typischen Eurovisionsklänge werden seltener, aber an dieser Stelle können wir mal wieder so etwas gebrauchen. Da nehmen wir doch mal Victor Crone aus Estland.

12. Island: Hatari – Hatrið mun sigra
Der wohl schwierigste Beitrag in diesem Halbfinale ist der isländische Song. Ähnlich dem ungarischen Titel von 2018 muss das Umfeld zum Lied passen. Da darf kein Teilnehmer untergehen. Die starken Lieder aus Estland und Griechenland bilden einen guten Rahmen für den extravaganten isländischen Starter.

13. Griechenland: Katerine Duska – Better Love
Auch wenn Griechenland im letzten Jahr scheiterte, kann man in diesem Jahr wieder von einem kräftigen Song sprechen, denn man besinnt sich wieder auf alte griechische Eurovisionstraditionen.

14. Portugal: Conan Osíris – Telemóveis
Auch Portugal kommt dieses Jahr mit einem wenig gängigen Song daher. Als Kontrast zu der gängigen Rhythmik aus Griechenland darf man hier den Handy-Song des letztjährigen Gastgebers setzen.

15. San Marino: Serhat – Say Na Na Na
Nun braucht der Zuschauer wieder etwas Alltägliches. Discostimmung mit Erinnerungswert steuert Serhat bei seiner zweiten Teilnahme für San Marino bei.

16. Australien: Kate Miller-Heidke – Zero Gravity
In Australien will man das Publikum ja auch vor dem Fernseher halten. Somit dürfte der Song sicherlich erst spät berücksichtigt werden. Zudem schafft der Operncharakter ein spezielles Ambiente, so dass man es zwischen gängigeren Klängen platzieren sollte.

17. Belgien: Eliot Vassamillet – Wake Up
Den finalen Platz haben wir für Belgien reserviert, denn dazu lädt der Songtitel ein. Eliot wird mit seinem Beitrag nicht nur den Zuschauer wachhalten, sondern mit dem Aufbau des Liedes einen guten Schlusspunkt setzen

Das war nun unser Vorschlag. Was haltet ihr davon? In einigen Tagen werden wir wissen, wie gut unsere Idee war. Einen weiteren Vorschlag werden wir zum zweiten Halbfinale liefern.

2 COMMENTS

  1. Gefällt mir auch gut
    Ich denke Hatari wird aber den Schlußpunkt setzen anstelle des Belgiers.
    Der Kracher hält die Leute dann bis zur Auszählung der Stimmen am TV

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