Wer singt für Österreich? (2016)

Eurovision Song Contest – Wer singt für Österreich?

Der Österreichische Rundfunk (ORF) veranstaltete auch 2016 eine nationale Vorentscheidung unter dem Titel „Eurovision Song Contest – Wer singt für Österreich?“. Im Gegensatz zum Vorjahr fand die Auswahl jedoch in nur einer Sendung statt, in der zehn Interpreten jeweils mit einem Song gegeneinander antraten.

In zwei Entscheidungsrunden wurde schließlich der österreichische Beitrag für den Eurovision Song Contest 2016 ermittelt. Produziert wurde die Sendung am 12. Februar 2016 in den ORF-Studios in Wien. Moderiert wurde sie vom Duo Andi Knoll und Alice Tumler, die beide bereits 2015 beim Eurovision Song Contest in Wien im Einsatz waren – Knoll als ORF-Kommentator, Tumler als eine der drei Moderatorinnen der Show.

Jury- und Publikumspunkte entschieden über Finaleinzug

In der ersten Runde traten alle zehn Kandidaten mit ihrem jeweiligen Beitrag an. Jedes Jurymitglied vergab nach jedem Auftritt bis zu zehn Punkte. Nach Abschluss der Wertung wurde eine Rangliste erstellt: Der Interpret mit den meisten Jurypunkten erhielt zehn Punkte, jener mit den wenigsten zwei. Aufgrund eines Punktegleichstands zwischen Zoë und Sankil Jones wurden sieben Jurypunkte zweimal vergeben. Die Zuschauerabstimmung folgte demselben Prinzip – der Kandidat mit den meisten Stimmen erhielt zehn Punkte, der mit den wenigsten einen.

Nach der Auswertung beider Wertungen wurden die Jury- und Zuschauerpunkte addiert. Die beiden Erstplatzierten, Zoë und Elly V, qualifizierten sich damit für die Finalrunde. Im Fall eines Gleichstands hätte die höhere Zahl der Zuschauerstimmen den Ausschlag gegeben.

Die Teilnehmer

  • Vincent Bueno – All We Need Is That Love
  • LiZZA – Psycho
  • Orry Jackson – Pieces in A Puzzle
  • Elly V – I’ll Be Around (Bounce)
  • Lia Weller – Runaway
  • Farina Miss & Céline Roscheck – Sky is the Limit
  • AzRaH – The One
  • Sankil Jones – One More Yound
  • Bella Wagner – Weapons Down
  • ZOË – Loin d’ici

Neun Kandidaten wurden von einer Fachjury vorausgewählt. Die Jury bestand unter anderem aus dem Ö3-Moderator und Musiker Eberhard Forcher sowie Redaktionsleiter Stefan Zechner. Den zehnten Platz für die Show vergaben die Facebook-Nutzer: Der Kandidat mit den meisten Likes qualifizierte sich ebenfalls für die Vorentscheidung. ➡️ Playlist aller Teilnehmer der Vorentscheidung.

Bis Ende 2015 konnten sich heimische Künstler und Gruppen auf Facebook präsentieren. Aus diesen wurden Laura Kamhuber, Ola Egbowon, AzRaH, Sara Koell und David Siedl feat. Madelene & Mc Vio für die Wahl durch die Facebook-Nutzer ausgewählt. Dabei kam es zu Unregelmäßigkeiten in Form eines plötzlichen, überproportionalen Anstiegs und ebenso abrupten Abfalls von Likes unbekannter Herkunft. Offensichtlich manipulierte Likes wurden aus der Wertung genommen. Als zehnter Kandidat wurde schließlich am 15. Jänner 2016 AzRaH bekanntgegeben. ➡️ Playlist der ausgeschiedenen Wildcard-Kandidaten.

Die Entscheidung

Die Jury der Livesendung setzte sich aus Conchita Wurst, Edita Malovčić und Julie Frost zusammen. Eine vierte Stimme wurde von Vertretern österreichischer Medien eingebracht, die eine Gemeinschaftswertung abgaben. Zu den Medienvertretern gehörten Stefan Weinberger (Kronen Zeitung), Astrid Hofer (Österreich), Anna Gasteiger (Kurier), Christiane Fasching (Tiroler Tageszeitung), Martin Fichter-Wöß (APA), Marco Schreuder (derStandard.at), Roland Bonimair (TV-Media) sowie Christian Ude (Kleine Zeitung). Jurysprecher war Christian Ude.

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