Spannung bis zum Schluss in Podgorica: Nach Jury- und Publikumsvoting setzte sich Tamara Živković mit Nova Zora knapp durch und sicherte sich das Ticket für den Eurovision Song Contest in Wien.
Tamara Živković ist Montenegros ESC-Hoffnung 2026
Tamara Živković hat den Montesong 2025 in Podgorica gewonnen und wird Montenegro mit Nova zora beim Eurovision Song Contest in Wien vertreten. Über den Sieg entschieden ein kombiniertes Voting aus Publikum sowie einer nationalen und internationalen Jury. Nach der Präsentation aller 15 Beiträge sorgte ein längeres Pausenprogramm für Auflockerung, bevor es mit dem Juryvoting ernst wurde. Dieses fiel äußerst unterschiedlich aus, da jede Jurorin und jeder Juror offenbar eigene Favoriten hatte. Am Ende setzte sich Tamara Živković knapp vor Majda Božović mit Ipak smo ljudi durch, Platz drei ging an Krstinja Matanović mit Oli Oli.
Auch das Publikum mischte kräftig mit – sowohl vor Ort und vor den Bildschirmen in Montenegro als auch international per Online-Voting. Die zwölf Punkte des Publikums gingen an Lara Baltić mit Rhythm Boy, was jedoch nicht für den Gesamtsieg reichte. Majda Božović, noch Zweite im Juryvoting, erhielt vom Publikum keine Punkte. Tamara Živković bekam zehn Zähler und sicherte sich damit den Sieg. Insgesamt wurden 19.549 Stimmen innerhalb Montenegros abgegeben, zusätzlich kamen 15.382 Stimmen aus dem Online-Voting hinzu.
Für Tamara Živković ist der Triumph ein besonderer Moment: Bereits im vergangenen Jahr war sie beim Montesong dabei, damals jedoch nur als Ersatzkandidatin. Dieses Mal wurde sie mit Nova zora direkt ausgewählt und belohnte sich prompt mit dem ESC-Ticket nach Wien. Die Sängerin ist ausgebildete Flötistin. Derzeit studiert sie Musik an der Fakultät für Musikkunst in Belgrad und hat bereits an mehreren Festivals teilgenommen.
🇲🇪 Montenegro beim Eurovision Song Contest
Montenegro nahm nach der Auflösung von Serbien und Montenegro 2007 erstmals als eigener Staat am Eurovision Song Contest teil, konnte sich jedoch zunächst nicht für das Finale qualifizieren. Auch die Rückkehr nach einer finanziellen Pause 2012 verlief zunächst erfolglos: Rambo Amadeus mit Euro Neuro (2012) und Who See feat. Nina Žižić mit Igranka (2013) scheiterten im Semifinale. 2014 erreichte Sergej Ćetković mit Moj svijet Platz 19 – das erste Finale für Montenegro –, 2015 konnte Knez mit Adio mit Platz 13 sogar das bis heute beste Ergebnis erzielen.
In den folgenden Jahren blieb der Erfolg aus: 2016 bis 2019 schieden alle Beiträge bereits im Semifinale aus, 2020 und 2021 zog sich Montenegro aus finanziellen Gründen und wegen Misserfolgen zurück. 2022 scheiterte man erneut im Semifinale mit Vladana und Breathe, 2023 und 2024 verzichtete das Land auf die Teilnahme. 2025 erreichte Montenegro mit Nina Žižić und Dobrodošli und 12 Punkten den letzten Platz im Semifinale – das schlechteste Ergebnis der Landesgeschichte. Von insgesamt 13 Beiträgen schafften nur zwei den Einzug ins Finale, womit Montenegro zu den erfolglosesten ESC-Teilnehmern zählt.




