ESC 2026 / Semifinale 2

Das zweite Semifinale des Eurovision Song Contest 2026 steigt am 14. Mai. Erneut treten 15 Länder gegeneinander an, von denen sich zehn für das große Finale am 16. Mai qualifizieren. Über den Einzug entscheiden Jury und Publikum der teilnehmenden Länder gemeinsam. Mit abstimmen dürfen in diesem Semifinale auch Frankreich, Großbritannien und Österreich, die bereits fix für das Finale gesetzt sind.

Armenien / SIMÓN / Paloma Rumba

SIMÓN, bürgerlich Simon Hovhannisyan 🡕, wird Armenien beim ESC in Wien vertreten. Der Sänger setzte sich im internen Auswahlprozess des Senders ARMTV durch. Bereits im Vorjahr hatte er bei der armenischen Vorentscheidung „Depi Evratesil“ mit Ay Paparey Bye den zweiten Platz belegt und als Teil der Jury ESC-Erfahrung gesammelt. Beim Song Paloma Rumba gibt ESC-Erfahrene Iveta Mukuchyan einen kurzen Gastauftritt, während SIMÓN nun selbst versuchen wird, Armenien zum fünften Mal in Folge ins ESC-Finale zu führen.

Aserbaidschan / Jiva / Just Go

Jamila Hashimova, bekannt unter ihrem Künstlernamen JIVA 🡕, ist eine aserbaidschanische Sängerin und Songwriterin. Ihr Repertoire umfasst Pop, Dance und R&B in Aserbaidschanisch, Russisch und Englisch. Sie gewann die dritte Staffel von „The Voice of Azerbaijan“ 2025 mit 42,6 % der Zuschauerstimmen und tritt seitdem als gefragte Künstlerin auf, unter anderem beim „Baku Autumn Festival“, dem „Montreux Jazz Festival“ sowie mit der Band Rast und der Hazz Band. Am 6. März 2026 gab İctimai Television bekannt, dass sie unter dem Künstlernamen JIVA intern ausgewählt wurde, um Aserbaidschan beim Eurovision Song Contest 2026 mit dem Song Just Go zu vertreten.

Bulgarien / Dara / Bangaranga

Darina Nikolaewa Jotowa, besser bekannt als Dara 🡕, wird Bulgarien beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien vertreten. Erste Bekanntheit erlangte sie 2015 als Drittplatzierte der bulgarischen Version von „The X Factor“, woraufhin sie einen Plattenvertrag bei Virginia Records unterschrieb und im Sommer 2016 ihre Debütsingle K’vo ne chu veröffentlichte, die schnell die Spitze der bulgarischen Charts erreichte; im September 2016 folgte eine englische Version mit dem Titel Onto You. Seit 2021 ist Dara zudem als Coach bei „The Voice of Bulgaria“ aktiv. Am 30. Dezember 2025 wurde ihre Teilnahme am bulgarischen Vorentscheid „Nazionalnata selekzija“ bekanntgegeben, und mit ihrem Sieg in der zweiten Show am 31. Januar 2026 sicherte sie sich offiziell die Rolle als ESC-Vertreterin Bulgariens. Der Song, mit dem sie in Wien antreten wird, wurde am 28. Februar 2026 gewählt und heißt Bangaranga. Der Song wurde von Anne Judith Wik, Cristian Tarcea, Darina Nikolaewa Jotowa und Dimitris Kontopoulos geschrieben.

Luxemburg / Eva Marija / Mother Nature

Eva Marija Puc 🡕, bekannt unter ihrem Künstlernamen Eva Marija, ist eine Singer-Songwriterin und Violinistin, die Luxemburg beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien mit dem Song Mother Nature vertreten wird. Als Tochter slowenischer Eltern in Luxemburg geboren und aufgewachsen, erhielt sie eine breit gefächerte musikalische Ausbildung am Konservatorium der Stadt Luxemburg, wo sie unter anderem Violine, Gesang, Klavier und Bassgitarre studierte und sich stilistisch zwischen Klassik, Jazz, Pop und Rock bewegte. Derzeit befindet sie sich in London im letzten Jahr ihres Bachelorstudiums im Fach Songwriting. Am 30. Oktober 2025 gab RTL ihre Teilnahme an der luxemburgischen ESC-Vorauswahl bekannt, die sie schließlich sowohl bei Jury als auch Publikum für sich entschied – und sich damit das Ticket für den Eurovision Song Contest 2026 sicherte.

Rumänien / Alexandra Căpitănescu / Choke Me

Alexandra Căpitănescu 🡕 ist eine junge Sängerin aus Galați in Rumänien, die 2023 als Siegerin der elften Staffel der Castingshow „Vocea României“ bekannt wurde. Mit nur 19 Jahren überzeugte sie Jury und Publikum mit ihrer kraftvollen und vielseitigen Stimme und brachte bereits bei den Blind Auditions alle vier Jurystühle zum Drehen. Sie entschied sich für das Team von Tudor Chirilă und gewann schließlich das Finale mit ihrer Interpretation des Songs Alone der Band Heart. Neben ihrer Musikkarriere studiert Alexandra Physik in Bukarest. Kurz nach ihrem Sieg veröffentlichte sie ihre Debütsingle Căpitanu’, die schnell mehrere hunderttausend Aufrufe auf YouTube erreichte, gefolgt von ihrer ersten EP Căpitanu’ im April 2024. Außerdem ging sie mit einer Tribute-Tour zu Ehren der Sängerin Laura Stoica auf Konzertreise und veröffentlichte mit Arde eine Neuinterpretation des Refrains aus dem Hit Focul. Anfang 2025 erschien zudem die gemeinsame Single Fluturi în stomac mit der Band VAMA. Heute baut Alexandra Căpitănescu ihre Karriere weiter aus und gilt als eine vielversprechende junge Stimme der rumänischen Musikszene.

Schweiz / Veronica Fusaro / Alice

Veronica Fusaro 🡕 ist eine schweizerisch-italienische Pop- und Soul-Sängerin sowie Songwriterin aus Thun, die als Tochter einer Schweizer Mutter und eines italienischen Vaters geboren wurde. Erste größere Aufmerksamkeit erhielt sie 2014 durch ihre Teilnahme an der zweiten Staffel von „The Voice of Switzerland“, wo sie im Team von Stefanie Heinzmann bis in die Knockouts kam. 2016 folgten der Gewinn des Preises „Demo of the Year“ bei der Demotape Clinic des Festivals m4music sowie die Auszeichnung als „SRF 3 Best Talent“. Zu den Highlights ihrer Karriere zählen Auftritte beim „Glastonbury Festival 2019“, als Support für Mark Knopfler im Amphitheater von Nîmes und bei den „Swiss Music Awards 2018“. Ihr Debütalbum „All the Colors of the Sky“ erreichte Anfang 2023 Platz fünf der Schweizer Albumcharts, Ende 2023 wurde sie mit dem „Musikpreis der Stadt Thun“ geehrt, Ende 2025 folgte ihr zweites Album „Looking for Connection“ – und im Januar 2026 wurde sie schließlich als Schweizer Vertreterin beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien bekannt gegeben.

Tschechien / Daniel Žižka / Crossroads

Daniel Zizka 🡕 ist mit 23 Jahren bereits eine der herausragenden Stimmen der neuen tschechischen Musikgeneration und wurde vom Magazin „Headliner“ als zukünftiges Talent ausgezeichnet. Er überzeugt nicht nur durch technische Fertigkeit, sondern vor allem durch die Verbindung von reifem Gesang mit natürlicher Ruhe und Authentizität, wie das Team des Senders ČT bei den ersten Hörsessions feststellte. Daniel selbst betont, dass er beim Eurovision Song Contest nicht mit Showeffekten, sondern mit Musik und Emotionen überzeugen will: „Ich will fest hinter dem stehen, wer ich als Künstler bin.“ Sein ESC-Beitrag heißt Crossroads.

Albanien / Alis / Nân

Alis Kallaçi, der unter seinem Künstlernamen Alis 🡕 bekannt ist, ist ein albanischer Sänger und Songwriter aus Shkodra. Große Bekanntheit erlangte er als Gewinner der fünften Staffel von „X Factor Albania“, die er im April 2024 unter der Mentorschaft von Arilena Ara für sich entschied. 2024 nahm er erstmals am „Festivali i Këngës“ teil und belegte mit dem Song Mjegull den dritten Platz. Ein Jahr später gelang ihm der große Durchbruch: Beim 64. „Festivali i Këngës“ gewann Alis am 20. Dezember 2025 mit Nân das Finale und sicherte sich damit das Ticket für den Eurovision Song Contest 2026, bei dem er Albanien vertreten wird.

Australien / Delta Goodrem / Eclipse

Delta Goodrem 🡕 ist eine australische Singer-Songwriterin, Pianistin und Schauspielerin, die 2003 mit Lost Without You international durchbrach und als Nina Tucker in der Serie „Nachbarn“ bekannt wurde. Ihr Debütalbum Innocent Eyes dominierte die australischen Charts über 30 Wochen; auch die Nachfolger Mistaken Identity (2004) und Delta (2007) erreichten Platz eins. Seit 2012 ist sie Coach bei „The Voice“, 2020 veröffentlichte sie das Weihnachtsalbum Only Santa Knows. Neben TV- und Filmrollen – darunter die Hauptrolle im Biopic über Olivia Newton-John sowie in der Netflix-Romcom „Love Is in the Air“ – überstand sie 2003 eine Krebserkrankung und wurde 2022 zum Member des Order of Australia (AM) ernannt. Ihren ESC-Beitrag Eclipse hat sie gemeinsam mit Ferras Alqaisi, Jonas Myrin und Michael Fatkin geschrieben.

Dänemark / Søren Torpegaard Lund / Før vi går hjem

Søren Torpegaard Lund 🡕 wuchs im kleinen Dorf Oure in der Kommune Svendborg auf und kam schon früh mit Bühne, Tanz und Musik in Berührung. Mit nur 17 Jahren wurde er als bis dahin jüngster Student an der Musicalakademiet in Fredericia aufgenommen, wo er 2019 seinen Bachelor abschloss und anschließend eine Karriere als Musicaldarsteller startete. Es folgten Engagements in Produktionen wie „West Side Story“, „Dance of the Vampires“ und „Kinky Boots“; in Kopenhagen stand er 2021 und 2022 sogar als Tony in „West Side Story“ auf der Bühne der Königlichen Oper und wurde dafür 2021 mit einem Talentpreis des renommierten Reumert-Theaterpreises ausgezeichnet. Parallel begann er eigene Musik zu veröffentlichen: Nach seiner Teilnahme am Dansk Melodi Grand Prix 2023 erschien mit Stor kunst seine erste selbstgeschriebene Single, 2024 folgte die Debüt-EP „Øjesten“. Den großen Durchbruch im Popbereich schaffte Lund schließlich im Februar 2026, als er den Dansk Melodi Grand Prix mit Før vi går hjem gewann und damit Dänemark beim Eurovision Song Contest 2026 vertreten darf – am liebsten, wie er selbst betont, auf Dänisch.

Lettland / Atvara / Ēnā

Liene Atvara, bekannt unter ihrem Künstlernamen Atvara 🡕, wurde am 2. April 1993 in Liepāja geboren und zählt heute zu den vielseitigen Stimmen der jungen lettischen Popszene. Nach ersten musikalischen Schritten an einer Musikschule ihrer Heimatstadt studierte sie Jazz- und Popgesang an der Jāzeps Vītols Latvian Academy of Music in Riga und sammelte zusätzlich TV-Erfahrung in Castingshows und Chorwettbewerben. Neben ihrer Karriere als Sängerin machte sie sich auch als Songwriterin einen Namen, etwa mit dem Titelsong Pie manis tveries für die lettische Serie „Nelūgtie viesi“ (2023), während sie mehrfach Beiträge für die nationale ESC-Vorentscheidung schrieb. Der große Durchbruch gelang ihr schließlich 2026 mit dem Sieg bei „Supernova“, womit sie Lettland beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien mit dem Song Ēnā vertreten wird.

Malta / Aidan / Bella

Aidan Cassar, bekannt unter seinem Künstlernamen Aidan 🡕, vertritt Malta beim Eurovision Song Contest 2026 mit dem Song Bella. Schon früh sammelte er Bühnenerfahrung: 2015 trat er beim Malta Junior Eurovision Song Contest mit Kemm Hu Sabiħ an, 2018 beim „Malta Eurovision Song Contest“ mit Dai Laga, das nach kleineren Kontroversen um den Produktions-Beat überarbeitet wurde und den vierten Platz belegte. Es folgten Auftritte bei „X Factor Malta“ sowie erste Erfolge als Songwriter auf Maltesisch: Mit Naħseb Fik nahm er 2021 am „Mużika Mużika Festival“ teil, und das Musikvideo gewann den Titel „Music Video of the Year“ bei den „Lovin Malta Social Media Awards“.

2022 kehrte Aidan mit Ritmu zum „Malta Eurovision Song Contest“ zurück, erreichte den zweiten Platz und konnte den Song drei Wochen lang an die Spitze der maltesischen Radioplay-Charts bringen. Er trat beim „London Eurovision Party“ auf und war maltesischer Jury-Sprecher beim ESC 2022. 2023 wollte er erneut mit Reġina antreten, wurde aber wegen verbotener Social-Media-Beiträge disqualifiziert, präsentierte aber ein Medley seiner Songs in der Showpause. Mit seinem Sieg beim „Malta Eurovision Song Contest 2026“ und dem Song Bella sicherte sich Aidan schließlich das Ticket zum ESC.

Norwegen / Jonas Lovv / Ya Ya Ya

Jonas Lovv Hellesøy 🡕 ist ein norwegischer Sänger aus Fyllingsdalen, der seine erste TV-Erfahrung 2014 beim Casting für „Idol“ sammelte. Später war er Frontmann des Synthpop-Trios Shuffle Baby, das zwischen 2017 und 2020 mehrere Singles und eine EP veröffentlichte. Nach der Auflösung startete Hellesøy eine Solokarriere; seine Single Lovely Liar wurde 2022 von NRK P3 als einer der „Best akkurat nå“-Songs hervorgehoben. Mehrfach lehnte er eine Teilnahme an „The Voice – Norges beste stemme“ ab, trat 2025 jedoch an, erreichte mit Mentor Espen Lind das Semifinale – und gewann ein Jahr später in Lillehammer die nationale ESC-Vorentscheidung „Melodi Grand Prix“. Mit seinem Siegertitel Ya Ya Ya, geschrieben mit Sondre Skaftun, tritt er beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien in der zweiten Hälfte des zweiten Semifinals an.

Ukraine / Leléka / Ridnym

Viktoria Leléka 🡕 ist eine ukrainische Jazzmusikerin, die in Deutschland lebt und die Ukraine mit dem Song Ridnym beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien vertreten wird. Ihre künstlerische Ausbildung begann sie mit einem Schauspielstudium in Kiew, dem ein Jazzgesangsstudium am Jazz-Institut Berlin sowie bei Céline Rudolph an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden folgte. In der Berliner Jazzszene machte sie früh auf sich aufmerksam, unter anderem durch Auftritte mit Chören und Big Bands, und wurde 2016 beim StuVo Jazz Contest ausgezeichnet. Ebenfalls 2016 gründete sie die Ethno-Jazzband Leléka, mit der sie mehrere renommierte Preise gewann und die Alben Tuman (2019) und Sonce u Serci (2021) veröffentlichte. Im Februar 2026 gewann sie mit Ridnym den ukrainischen Vorentscheid Widbir und qualifizierte sich damit für den Auftritt im zweiten Semifinale des ESC am 14. Mai.

Zypern / Antigoni / Jalla

Antigoni Buxton 🡕 ist eine britisch-zyprische Sängerin, die Zypern beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien vertreten wird. Geboren als Tochter der britischen TV-Moderatorin Tonia Buxton, wuchs sie zweisprachig mit Englisch und Griechisch auf, schrieb bereits als Jugendliche ihre ersten Songs und besuchte später die renommierte BRIT School in London. Bekannt wurde sie 2022 durch ihre Teilnahme an der britischen Reality-Show „Love Island“, veröffentlichte anschließend ihre erste Single Red Flag und 2023 Tomboy und arbeitete als Backgroundsängerin für Marina Satti auf deren Welttournee. Der Song, mit dem Antigoni an den Start gehen wird, heißt Jalla.

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