Spektakulärer Auftakt des Eurovision Song Contest 2026 in Wien

Foto: Sarah Louise Bennett / EBU

Wien steht ganz im Zeichen des Eurovision Song Contest. Das erste Semifinale bot große Stimmen, spektakuläre Shows und emotionale Momente. Wer überzeugte und welche Länder weiter vom Sieg träumen dürfen.

Der Eurovision Song Contest 2026 ist eröffnet – und Wien hat zum Auftakt gleich geliefert. Beim ersten Semifinale in der Wiener Stadthalle wurde gesungen, getanzt, gezittert und gejubelt. 15 Länder kämpften um zehn Plätze im großen Finale am Samstag. Am Ende standen die ersten Finalisten fest, während fünf Acts bereits ihre Koffer packen mussten.

Schon vor dem ersten Ton lag eine besondere Atmosphäre in der Halle. Fahnen aus ganz Europa, glitzernde Outfits und ESC-Hits sorgten für Gänsehautstimmung im Publikum. Spätestens mit der Eröffnungsshow war klar: Der 70. Eurovision Song Contest ist offiziell gestartet. Österreich präsentierte sich dabei als souveräner Gastgeber – mit einer spektakulären Bühne, starken Lichteffekten und einer Inszenierung, die dem Auftakt einen würdigen Rahmen gab.

Zehn Länder dürfen weiterträumen

Musikalisch hatte der Abend alles zu bieten, was den Eurovision Song Contest ausmacht: große Pop-Hymnen, gefühlvolle Balladen und schrille, aufwendig inszenierte Showmomente. Schweden bestätigte dabei einmal mehr seinen Ruf als ESC-Großmacht und lieferte einen souveränen Auftritt ab. Moldau sorgte mit einer energiegeladenen Performance früh für Partystimmung in der Halle, während Finnland und Griechenland ihre Favoritenrollen eindrucksvoll bestätigten.

Für eine kleine Überraschung sorgten Litauen und Polen, die sich mit starken, jeweils sehr unterschiedlichen Beiträgen ebenfalls für das Finale am Samstag qualifizierten. Auch Kroatien und Serbien setzten mit ihren eher düsteren Tönen markante Akzente und schafften den Sprung ins Endspiel. Besonders positiv fiel der Einzug Belgiens ins Finale auf, dem im Vorfeld nur wenige Chancen eingeräumt worden waren. Damit zeigte das erste Semifinale einmal mehr, wie breit und unberechenbar das musikalische Spektrum beim ESC ist – und dass neben den Favoriten auch Außenseiter ihre Chance nutzen können.

Für das Finale qualifizierten sich:

🇧🇪 Belgien
🇭🇷 Kroatien
🇫🇮 Finnland
🇬🇷 Griechenland
🇮🇱 Israel
🇱🇹 Litauen
🇲🇩 Moldau
🇵🇱 Polen
🇷🇸 Serbien
🇸🇪 Schweden

Für Portugal, Georgien, Montenegro, Estland und San Marino ist der ESC-Traum im ersten Semifinale bereits geplatzt. Besonders das Ausscheiden des sympathischen Georgiers sowie der kurze, aber viel beachtete Gastauftritt von 80er-Jahre-Legende Boy George im Beitrag von San Marino sorgten unmittelbar nach der Entscheidung für reichlich Gesprächsstoff.

Proteste rund um Israels Auftritt sorgen für Zwischenfälle in der Stadthalle

Wie schon im vergangenen Jahr blieb auch heuer der israelische Auftritt beim Eurovision Song Contest nicht ganz ohne Protest. Während der Liveübertragung des ersten Semifinales war deutlich ein Zuschauer zu hören, der „Stop the Genocide“ rief. Nach Angaben der European Broadcasting Union (EBU) und des ORF blieb es nicht bei diesem Zwischenruf: Insgesamt wurden vier Personen wegen Störungen aus der Wiener Stadthalle begleitet. In den sozialen Medien verbreiteten sich kurz darauf Videos, die unter anderem einen Mann mit nacktem Oberkörper und dem Schriftzug „Palestine“ auf dem Rücken zeigen, der von Sicherheitskräften aus der Halle geführt wird. Der Auftritt des israelischen Kandidaten selbst konnte trotz der Zwischenfälle ohne Unterbrechung beendet werden.

Wien macht Lust auf mehr

Als Gastgeber ist Österreich ohnehin direkt für das Finale gesetzt und konnte den Abend entspannt aus der ersten Reihe verfolgen. Gemeinsam mit Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien steht das Land bereits sicher im Endspiel. Der erste ESC-Abend hat einmal mehr gezeigt, warum dieser Wettbewerb Jahr für Jahr Millionen Menschen begeistert: Es geht nicht nur um Musik, sondern um Emotionen, Überraschungen und echte Gänsehautmomente, die Europa verbinden. Wien ist dafür ein gelungener Auftakt gelungen – und die Vorfreude auf das zweite Semifinale am Donnerstag sowie das große Finale am Samstag ist entsprechend groß.

0 0 Stimmen
Beitrag bewerten
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meist bewertet
Direktes Feedback
Siehe alle Kommentare
Nach oben scrollen
0
Wir sind neugierig auf deine Meinung!x