Das norwegische Fernsehen NRK hat die acht direkt für das Finale des Norsk Melodi Grand Prix 2026 gesetzten Songs veröffentlicht, eine weitere Wildcard wurde über den MGP Cup vergeben. Nach dem Rückzug von Ylvis treten damit weniger Acts als ursprünglich geplant an – das Finale steigt am 28. Februar in Lillehammer.
Alexander Rybak und acht weitere Acts im norwegischen ESC-Finale
Das norwegische Fernsehen NRK hat am Montagmorgen die acht direkt für das Finale des Norsk Melodi Grand Prix 2026 gesetzten Songs in voller Länge veröffentlicht. Eine zusätzliche Wildcard wurde heute über die Online-Duelle des sogenannten MGP Cup vergeben. Ursprünglich waren zehn Beiträge für das Finale angedacht. Am 16. Januar 2026 wurde jedoch bekannt, dass sich Ylvis bereits im Dezember 2025 vom Melodi Grand Prix 2026 zurückgezogen hatte. Das Duo hatte dem Sender frühzeitig mitgeteilt, nur dann teilnehmen zu wollen, wenn Israel nicht zum Eurovision Song Contest 2026 zugelassen würde.
Der Norsk Melodi Grand Prix ist seit Jahren die norwegische ESC-Vorentscheidung, deren Format regelmäßig angepasst wird. 2026 setzt NRK auf eine einzelne TV-Show mit Wildcard. Das Finale steigt am 28. Februar in Lillehammer und wird von Marte Stokstad, Markus Neby und Ronny Brede Aase moderiert.
MGP 2026 Teilnehmer und ihre Songs
- Alexander Rybak – Rise
- Emma – Northern Lights
- Hedda Mae – Snap Back
- Jonas Lovv – Ya Ya Ya
- Leonardo Amor – Prayer
- Mileo – Frankenstein
- Silke – Forevermore
- Storm – Lullaby
- Skrellex – Into the Wild
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🇳🇴 Norwegen beim Eurovision Song Contest
Norwegen debütierte 1960 beim Eurovision Song Contest mit Nora Brockstedt und dem Song Voi Voi und landete direkt auf Platz vier. Der Start war vielversprechend, doch in den folgenden Jahrzehnten schwankten die Ergebnisse stark. Zwar gelang Åse Kleveland 1966 mit Intet er nytt under solen ein dritter Platz, insgesamt machte sich Norwegen aber früh als Sorgenkind des Wettbewerbs einen Namen. Besonders in den 1960er- und 1970er-Jahren häuften sich letzte Plätze – etwa 1963 mit Anita Thallaug und Solhverv ohne einen einzigen Punkt oder 1976 Anne-Karine Ström mit Mata Hari. Erst 1985 brachte La det swinge von den Bobbysocks den ersten Sieg und beendete die lange Durststrecke.
Eine zweite Hochphase folgte Mitte der 1990er-Jahre: Secret Garden gewann 1995 mit Nocturne, ein Jahr später erreichte Elisabeth Andreassen mit I evighet Platz zwei. Den größten Triumph feierte Norwegen 2009, als Alexander Rybak mit Fairytale einen Punkterekord aufstellte. Seitdem wechseln sich Erfolge und Rückschläge ab: Top-Ten-Platzierungen wie Spirit in the Sky von KEiiNO (2019), Give That Wolf a Banana von Subwoolfer (2022) oder Queen of Kings von Alessandra (2023) stehen neben letzten Plätzen, zuletzt 2024. Trotz insgesamt zwölf letzten Rängen gewann Norwegen den Wettbewerb dreimal – und bleibt damit eine der auffälligsten und widersprüchlichsten Nationen in der ESC-Geschichte.




